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18.11.2011

15:34 Uhr

Hilfe-Gesuch

Ungarn verhandelt mit dem IWF

VonStefan Menzel

Ungarn hat den Internationalen Währungsfonds um Hilfe gebeten und geht jetzt in die Verhandlungen. Neue Kredite sollen jedoch nicht aufgenommen werden - Experten erwarten hingegen eine Art Notfall-Abkommen.

2008 brauchte Ungarn - hier das Parlament in Budapest - schon einmal Hilfe vom IWF - jetzt bitten sie erneut darum (Archivfoto). ap

2008 brauchte Ungarn - hier das Parlament in Budapest - schon einmal Hilfe vom IWF - jetzt bitten sie erneut darum (Archivfoto).

BudapestUngarn hat nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Budapest mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und mit der EU Verhandlungen über eine Zusammenarbeit begonnen. Was genau Gegenstand der Verhandlungen ist, teilte das Ministerium nicht mit. Ziel sei „der Beginn einer Ära des Wachstums“, über ein „versicherndes“ Abkommen. Eine neue Kreditaufnahme schloss das Ministerium aus, berichtete die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Experten halten ein Stand-by-Abkommen für denkbar, oder ein so genanntes precautionary agreement, bei dem das Geld nur im äußersten Notfall abgerufen wird. „Die ungarische Wirtschaft ist (bisher) aus Marktquellen finanziert worden; wir hängen nicht vom Wohlwollen anderer ab. Die Ära der Erneuerung ist nun zu Ende und die Ära des Wachstums ist dabei, zu beginnen“, schrieb das Wirtschaftsministerium. Es gehe um „eine neue Art der Zusammenarbeit“, die Ungarns Wirtschaftswachstum ohne Sparmaßnahmen fördern solle.

Eine Einigung darüber erwarte man im nächsten Februar. Am Donnerstagabend hatte das Wirtschaftsministerium lediglich mit dem IWF Verhandlungen angekündigt. Den Partner EU nannte das Ministerium erst am Freitag. IWF und EU hatten zuletzt 2008 mit einem Notkreditpaket von 20 Milliaren Euro Ungarn vor dem Staatsbankrott gerettet. Die letzten Verhandlungen mit dem IWF hatte Ungarn im Sommer 2010 abgebrochen.

Kommentare (2)

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Olli

25.11.2011, 01:56 Uhr

Um Himmels Willen, da verhandeln sie mit den Richtigen!

Marius

25.11.2011, 03:53 Uhr

Na, Olli, hast du gesehen, wie arg die Handelsblattler zensurieren und unter welcher Fuchtel die stehen? Egal, deren Schreiben ändert gleich wenig wie deines, die anderen hier kriegen nichts mit und umso wahrer ein Schreibstück wird, umso eher muss es verschwinden. Der totale Blödsinn darf ja stehen bleiben, aber Rothschild-, Rockefeller-, Warburg- und ...schweinereien müssen sofort getilgt werden, weil die es ja schließlich sind, um die es wirklich geht!

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