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10.03.2014

21:27 Uhr

Hilfsgelder

Troika will Weg für neue Griechenland-Milliarden ebnen

Der Troika-Krimi um Griechenland nähert sich dem Ende. Bald könnten neue Milliarden nach Athen fließen. Bei der Bankenunion für sichere Finanzmärkte geht es in Marathonverhandlungen um wichtige Details.

Demonstranten protestieren vergangene Woche in Thessaloniki gegen Sparmaßnahmen, während die Troika sich mit der griechischen Regierung beriet. ap

Demonstranten protestieren vergangene Woche in Thessaloniki gegen Sparmaßnahmen, während die Troika sich mit der griechischen Regierung beriet.

BrüsselDie internationalen Geldgeber wollen schon bald den Weg für neue Hilfsmilliarden an Griechenland ebnen. Die Troika-Überprüfung werde nach einem monatelangen Tauziehen voraussichtlich noch in dieser Woche abgeschlossen, verlautete am Montag am Rande eines Eurogruppen-Treffens in Brüssel.

Mehrere Finanzminister der Eurozone hätten das Krisenland ermahnt, endlich die Bedingungen der Troika zu erfüllen, berichteten Diplomaten. Dazu gehörten Reformen und Privatisierungen. Nach früheren Angaben stehen noch 10,1 Milliarden Euro an Hilfen für Athen bereit - ohne den Segen der Geldgeber können sie aber nicht fließen.

Die Troika mit Vertretern der EU-Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank berichtete den Ministern über die Lage. Die Prüfung hatte bereits im September 2013 begonnen, nach einem langen Ringen mit der Regierung in Athen hatten die Kontrolleure ihre Arbeit im Februar wieder aufgenommen.

Griechenland könne zurzeit seine laufenden Rechnungen bezahlen, berichteten Diplomaten. Im Mai stehe jedoch eine wichtige Schuldentilgung in Milliardenhöhe an - bis dahin müssten die neuen Hilfen fließen. Griechenland bekam von seinen Geldgebern Hilfsprogramme in einem Umfang von rund 240 Milliarden Euro.

Die Ressortchefs einigten sich laut einer Erklärung auch grundsätzlich darauf, Anfang April 150 Millionen Euro an Zypern auszuzahlen. Der in finanzielle Schieflage geratene Mittelmeerstaat hatte ein internationales Hilfsprogramm von 10 Milliarden Euro bekommen und befindet sich auf einem guten Weg.

Die Kassenhüter verhandelten auch über den Abschluss der europäischen Bankenunion. Diese Beratungen werden auf verschiedenen Ebenen in den nächsten Tagen fortgesetzt - dabei ist das zustimmungspflichtige Europaparlament einbezogen. Es geht insbesondere um einen wichtigen Pfeiler der Bankenunion: ein gemeinsames System zum Schließen oder zum Sanieren von Pleitebanken. Es gibt hier großen Zeitdruck, da die Legislaturperiode des Europaparlaments im Mai endet.

Kommentare (5)

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10.03.2014, 21:54 Uhr

Erst macht man einen "Riesen Tamtam" und dann werden die GRiechen doich immer mit Geld zugeschüttet, obwohl der größte Teil der Auflagen nicht erfüllt wurden. Die roika ist dich nur Poppanz und macht ein Schaulaufen für die Öffentlichkeit. Man will den Eindruck bei den Bürgern erwecken, alles wird genau geprüft und alles sei mit harten Auflagen verbunden. Wenn gar nichts umgesetzt würde von den Auflagen, dann fliesst das Geld trotzdem. Die Greichen können machen was sie wollen, sie werden immer mit Geld zugeschüttet. Löst die Troika auf und zahlt gleich das Geld. Dann erspart ihr uns bürfgern wenigstens die Spesen der Troika, die in noblen Restaurant und Hotels verweilen !

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10.03.2014, 21:55 Uhr

Erst macht man einen "Riesen Tamtam" und dann werden die Griechen doch immer mit Geld zugeschüttet, obwohl der größte Teil der Auflagen nicht erfüllt wurde. Die Troika ist dich nur Poppanz und macht ein Schaulaufen für die Öffentlichkeit. Man will den Eindruck bei den Bürgern erwecken, alles wird genau geprüft und alles sei mit harten Auflagen verbunden. Wenn gar nichts umgesetzt würde von den Auflagen, dann fliesst das Geld trotzdem. Die Griechen können machen was sie wollen, sie werden immer mit Geld zugeschüttet. Löst die Troika auf und zahlt gleich das Geld. Dann erspart ihr uns Bürgern wenigstens die Spesen der Troika, die in noblen Restaurants und Hotels verweilen !

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11.03.2014, 07:53 Uhr

Ich frage mich: wie lange ist der "gute Weg" auf dem sich all die Pleiteländer befinden und wo endet dieser? In der Pleite von Deutschland?

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