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08.11.2012

11:01 Uhr

Hilfsgüter für Nordkorea

Erneute Ballon-Geschenke südkoreanischer Aktivisten

Trotz schärferer Warnungen der nordkoreanischen Führung lassen Aktivisten aus Südkorea erneut Ballons mit Flugblättern und Hilfsgütern steigen. Auch Kondome sind dabei – denn daran zu kommen sei in Nordkorea schwierig.

Start der Ballons im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea. dapd

Start der Ballons im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea.

YeoncheonUngeachtet nordkoreanischer Drohungen gegen Flugblatt-Aktionen haben südkoreanische Aktivisten erneut Ballons mit Hilfsgütern und politischen Aufklärungsmaterialien über die Grenze ins Nachbarland geschickt. Die Gruppe ließ am Donnerstag im Grenzbezirk Yeoncheon zwanzig Gasballons aufstiegen. Neben insgesamt 150.000 Flugblättern enthielten die Pakete auch 5000 Kondome sowie Unterwäsche, Socken, elektrische Lampen, Bonbons und Zahnpasta.

Es sei in Nordkorea "sehr schwierig" an Verhütungsmittel zu kommen, sagte der Leiter der Aktivisten-Gruppe Right Korea, Bong Tae Hong. Südkoreanische Aktivisten schicken regelmäßig Ballons mit Flugblättern und Hilfsgütern über die Grenze in das hermetisch abgeschottete kommunistische Nordkorea.

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Im Oktober hatte die Führung in Pjöngjang, die in der Vergangenheit regelmäßig mit Vergeltung drohte, eine besonders scharfe Warnung ausgesprochen und mit einem Beschuss Südkoreas gedroht. Daraufhin unterband Südkorea eine solche Aktion.

Nordkorea und Südkorea befinden sich seit Ende des Koreakriegs 1953 formal immer noch im Kriegszustand. Die Spannungen zwischen beiden Ländern sind enorm. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen an der Grenze.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.11.2012, 15:21 Uhr

Soweit mir bekannt ist, hungern viele Menschen in Nordkorea.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als unsere Eltern Pakete in die Ostzone, später auch DDR genannt, geschickt haben, zu einem von uns abgetrennten unfreien Volksteil. Es war eine gute Idee und völlig friedlich. So wie diese Aktionen auch.
Ich finde solche Unterstützung sehr gut. Eine nette Sache.

hanji

08.11.2012, 18:39 Uhr

Es heißt am Ende: "Die Spannungen zwischen beiden Ländern sind enorm. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen an der Grenze." Das stimmt so nicht. Es gab als Folge der Sunshine-Politik der beiden Vorgänger im südkoreanischen Präsidentenamt so gut wie keine gewaltsamen Zwischenfälle von 2002 bis 2008. Erst dann, mit dem neuen US-freundlichen Präsidenten im Amt, kam es "rein zufällig natürlich" wieder zu erheblichen Auseinandersetzungen, die jedes Mal in massiver Aufrüstung Südkoreas und kräftigen Rüstungskäufen bei US-Firmen mündete. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. C.Härtl

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