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16.09.2011

18:10 Uhr

Hilfspaket

Banken drücken sich um Griechen-Rettung

Nur 75 Prozent der privaten Gläubiger beteiligen sich am Hilfspaket für Griechenland - deutlich weniger als erhofft. Besonders die Banken von außerhalb Europas hielten sich zurück.

Griechenland braucht Hilfe - doch weniger private Investoren als erwartet machen mit. dpa

Griechenland braucht Hilfe - doch weniger private Investoren als erwartet machen mit.

BrüsselAn dem neuen Hilfspaket für Griechenland haben sich Finanzkreisen zufolge nicht so viele private Gläubiger beteiligt, wie ursprünglich erhofft. Etwas weniger als 75 Prozent der Investoren würden mitmachen, sagten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Welt-Bankenverband IIf sei aber noch in Gesprächen mit weiteren Gläubigern.

Zunächst hatte der IIF gehofft, dass 90 Prozent der Investoren an Bord seien. Doch insbesondere außerhalb Europas war die Begeisterung nicht so groß, wie Insider bestätigten. Das mehr als 100 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für Griechenland ist durch die geringere Quote politischen Kreisen aus der Euro-Zone zufolge nicht in Gefahr. Die Gläubigerbeteiligung sieht vor, dass das hoch verschuldete Land über die Verlängerung von Anleihe-Laufzeiten mehr Zeit für die Rückzahlung der Schulden bekommt.

Die Beschlüsse des Merkel-Sarkozy-Treffens

Europäische Wirtschaftsregierung

Zur stärkeren Koordination der Wirtschafts- und Finanzpolitik soll es eine gemeinsame Wirtschaftsregierung der Euro-Länder geben. Das Gremium könnte zweimal im Jahr tagen. Ihm sollen die 17 Staats- und Regierungschefs der Eurozone angehören. Als erster Vorsitzender für zunächst zweieinhalb Jahre ist der EU-Ratspräsident Herman van Rompuy im Gespräch.

Schuldenbremse

Bis Mitte 2012 sollen alle 17 Euro-Staaten in den nationalen Verfassungen eine Schuldenobergrenze festschreiben. Dies soll sicherstellen, dass alle Länder - unabhängig von der regierenden Partei - am Ziel der Haushaltskonsolidierung festhalten.

Vereinheitlichung der Unternehmensteuersätze

Als ersten Schritt hin zu einer stärkeren Vereinheitlichung der Steuerpolitik wollen Deutschland und Frankreich die Sätze und die Bemessungsgrundlage ihrer Unternehmensteuer bis 2013 vereinheitlichen. Derzeit sind die Sätze in Deutschland niedriger als auf der anderen Seite des Rheins. Merkel hat aber angekündigt, dass deutsche Unternehmen keine Mehrbelastung befürchten müssten.

Finanztransaktionssteuer

Bis September wollen Deutschland und Frankreich einen gemeinsamen Vorschlag zur Einführung der Finanztransaktionssteuer vorlegen. Dabei streben sie eine europaweite Lösung an. Bislang lehnt allerdings vor allem Großbritannien dies ab, weil es eine Schwächung des Finanzplatzes London befürchtet.

Auf dem Euro-Sondergipfel im Juli hatten sich Privatgläubiger wie Banken und Versicherrungen zu einem eigenen Beitrag zur Euro-Rettung bereit erklärt. Dieser sollte ursprünglich etwa 50 Milliarden Euro bis 2014 umfassen. Zur Beteiligung erhielten die privaten Gläubiger drei Optionen: Anleihetausch, Verlängerung auslaufender Anleihen oder Rückkauf von Altschulden.

Nach neuen Berechnungen der Grünen fällt der Anteil der Privatgläubiger jedoch weit geringer aus als erwartet. Danach müssten die Institute statt eines Forderungsverzichts von 21 Prozent letztlich nur einen Wertverlust von 8,3 Prozent schultern. Das seien bis zu 21 Milliarden Euro weniger als vereinbart, bestätigte der Finanzexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick.

Kommentare (17)

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nik

16.09.2011, 17:37 Uhr

Mich hat ja auch noch niemand gefragt, ob ich mitmachen will. Kann ich das überhaupt als Privatperson ?

Account gelöscht!

16.09.2011, 17:45 Uhr

.
Ja natürlich,
wenn Frau Merkel demnächst die Verztrauensfrage stellt und sie verliert, darfst auch du mit Politik gestalten. Wie jeder De.. in diesem Land.
.

Summa_Summarum

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