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18.12.2014

08:27 Uhr

Hinrichtungen in Amerika

USA greifen seltener zur Todesstrafe

Öffentlicher Druck und die unangenehme Gesellschaft von Unrechtsregimen im Umgang mit Straftätern, zeigen Wirkung: In den USA werden immer weniger Menschen hingerichtet. Ein Trend, der nachhaltig zu sein scheint.

Ein Unangenehmer Ort: Eine Hinrichtungszelle mit Besucher-Areal in den USA. ap

Ein Unangenehmer Ort: Eine Hinrichtungszelle mit Besucher-Areal in den USA.

WashingtonIn den USA sind in diesem Jahr so wenige Menschen hingerichtet worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. 2014 wurden insgesamt 35 Häftlinge hingerichtet, wie das US-Informationszentrum zur Todesstrafe (DPIC) am Donnerstag mitteilte. Im vergangenen Jahr waren noch 39 Todesurteile vollstreckt worden. Auch die Zahl der neuen Todesurteile ging demnach auf 72 zurück - die niedrigste Zahl seit der Wiedereinführung der Todesstrafe vor 40 Jahren.

Die US-Bürger sähen die Todesstrafe immer skeptischer, erklärte das DPIC. In diesem Jahr wurden den Angaben zufolge nur noch in sieben Bundesstaaten Todesurteile vollstreckt, die weitaus meisten in Missouri, Texas und Florida. Ohio, Oklahoma und Arizona ordneten eine Überprüfung ihrer Hinrichtungspraxis an, nachdem es mehrere qualvolle Hinrichtungen wegen Problemen mit kaum erprobten Medikamentencocktails in Giftspritzen gegeben hatte.

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Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 wurden insgesamt mehr als 1300 Menschen hingerichtet. Nach Angaben des DPIC sitzen landesweit noch 3035 Häftlinge im Todestrakt. Sieben zum Tode verurteilte Häftlinge wurden den Angaben zufolge in diesem Jahr für unschuldig erklärt und aus der Haft entlassen - nach durchschnittlich 30 Jahren hinter Gittern.

Von

afp

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