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18.01.2005

14:54 Uhr

Hintergrund

Das iranische Atomprogramm

Das iranische Atomprogramm reicht in die Schah-Zeit zurück. 1957 vereinbarten Iran und die USA im Programm „Atom für den Frieden“ eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlern beider Länder.

HB HAMBURG. Viereinhalb Jahrzehnte später zählen die Amerikaner Iran zur „Achse des Bösen“ und bezweifeln, dass die Nuklearanlagen nur friedlichen Zwecken dienen.

Die Islamische Republik Iran, die von erzkonservativen schiitischen Geistlichen regiert wird, verfügt mittlerweile über eine Vielzahl von Nukleareinrichtungen. In Betrieb sind etwa Forschungsreaktoren und dazugehörige Labors in Teheran und Isfahan, im Bau ist ein Reaktor in Buschir am Persischen Golf. Nach Einschätzung des US-Außenministeriums gibt es in Natans eine Anlage, in der Gaszentrifugen Uran so hoch anreichern können, dass es waffenfähig ist. In Arak entsteht eine Fabrik zur Produktion von schwerem Wasser. Diese Technik könnte in einem noch zu errichtenden Schwerwasserreaktor zur Herstellung von Bomben umgesetzt werden. Uran wird aus Bergwerken bei Saghand gefördert und weiter südlich in Jasd gelagert. Für radioaktiven Müll wird in Karadsch eine Lagerstätte gebaut.

In der Natur vorkommendes Uran enthält zu mehr als 99 % das Isotop Uran-238 und nur zu etwa 0,7 % das spaltbare Uran-235. Zum Einsatz in Kernkraftwerken werden die Isotopen getrennt. Der Anteil von U-235 wird in einem Anreicherungsprozess erhöht. Hochangereichertes Uran-235 von 80 und mehr Prozent kann zur Herstellung von Atomwaffen verwendet werden.

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