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08.01.2007

14:59 Uhr

Hintergrund

Fakten über die „Druschba“-Leitung

Die „Druschba“-Pipeline (“Freundschaft“) gehört zu den größten der Welt, was Förderkapazität und Länge angeht, eine der größten der Welt. Sie beginnt in Zentralrussland und verbindet die Ölfelder im Westen Sibiriens mit den Raffinerien in Europa.



  • Die Pipeline kann täglich mehr als zwei Millionen Barrel (159 Liter pro Barrel) transportieren; 1,4 Millionen bis 1,6 Millionen Barrel davon gehen direkt in die Europäische Union, der Rest bleibt in Weißrussland


  • In Weißrussland wird die Pipeline geteilt, der größere nördliche Arm verläuft über Polen nach Deutschland


  • Deutschland bezieht täglich etwa 500 000 Barrel oder ein Fünftel seines Gesamtbedarfs über die Druschba-Pipeline. Die Konzerne Total, Shell und BP gehören zu den größten Abnehmern von Rohöl aus der Pipeline.


  • Händler verweisen darauf, dass die Öllieferungen über Druschba theoretisch mit Importen über die Östseehäfen Danzig in Polen und Rostock ersetzt werden könnten. Das würde aber dauern und könnte sich als nicht ausreichend erweisen, weil polnische Raffinerien in diesem Fall ebenfalls über Danzig beliefert werden müssten


  • Polen importiert über Druschba rund 360 000 Barrel pro Tag für die heimische Produktion und exportiert 170 000 Barrel über Danzig. Der Gesamtverbrauch in Polen lag 2005 bei 478 000 Barrel


  • Der südliche Arm der Druschba-Pipeline führt nach Tschechien, in die Slowakei und nach Ungarn. Dort werden am Tag bis zu 400 000 Barrel transportiert, die Pipeline ist aber oft nicht ausgelastet


  • Tschechien importiert rund 100 000 Barrel über Druschba, was der Hälfte des Gesamtverbrauchs entspricht, die Slowakei bezieht mit 76 000 Barrel ihren gesamten Bedarf. Ungarn nimmt mit 135 000 Barrel ebenfalls nahezu seinen gesamten Bedarf von der Pipeline ab

Quelle: Reuters

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