Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.02.2005

09:53 Uhr

Hintergrund

Letztes Treffen von Scharon und Abbas war ein Fehlschlag

Bereits bei ihrem letzten Treffen, am 4. Juni 2003, hatten Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und Mahmud Abbas auf ihrem Gipfel in der jordanischen Hafenstadt Akaba versucht, den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. Es war ein Fehlschlag: neue Gewalttaten machten alle Hoffnungen schnell zunichte.

HB HAMBURG. Mit einem Handschlag besiegelten Scharon und der kurz zuvor von Jassir Arafat zum Ministerpräsidenten ernannte Abbas ihr Bekenntnis zur Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates und zu einem Ende der Gewalt. Den Fahrplan dazu hatte das so genannte Nahost- Quartett - USA, Russland, EU und UN - im April vorgelegt.

Im Beisein von US-Präsident George W. Bush gingen beide Seiten aufeinander zu. Scharon bekannte sich erstmals vor der Weltöffentlichkeit zur Gründung eines lebensfähigen Staates der Palästinenser und versprach, bald mit dem Abbau von nicht genehmigten Siedlungen im Westjordanland zu beginnen. Er bekräftigte, Israel habe kein Interesse daran, „über die Palästinenser zu herrschen“. Abbas sicherte zu: „Wir werden unser Bestes tun, um den bewaffneten Aufstand zu beenden“ und würdigte das „Leid der Juden während ihrer Geschichte“.

Israel liquidierte sechs Tage nach dem Gipfel einen Hamas- Führer. Die Hamas rächte sich mit einem Bus-Attentat in Jerusalem. Scharon ließ nur wenige Siedlungen räumen. Abbas scheute aus Angst vor einem Bürgerkrieg vor der Entwaffnung der Radikalen zurück.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×