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02.11.2014

09:38 Uhr

Hinterhalt

Tödlicher Anschlag auf kenianische Polizisten

Im Norden Kenias ist ein Polizeikonvoi von bislang unbekannten Tätern angegriffen worden. Es gab etliche Tote und zwölf Personen galten am Samstagabend noch als vermisst. Illegale Waffen sind in der Region ein Problem.

Ein bewaffneter Kenianer an den Ufern des Turkana-Sees. Reuters

Ein bewaffneter Kenianer an den Ufern des Turkana-Sees.

NairobiBei einem Angriff auf einen Polizeikonvoi im Norden Kenias sind acht Polizisten und zwei Zivilisten getötet worden, zwölf weitere wurden am Samstag noch vermisst. Nach Angaben von Polizeisprecher Masound Mwinyi wurden die Polizisten in der Nacht zum Samstag in der armen Region um den Turkana-See Opfer eines Hinterhalts, hinter der Tat vermutete er einen örtlichen Stamm.

Wie ein weiterer Sicherheitsvertreter berichtete, wurde der Konvoi während eines Sicherheitseinsatzes angegriffen. Eines von drei Fahrzeugen wurde demnach in Brand gesetzt. Polizeisprecher Mwinyi befürchtet, dass auch die zwölf Vermissten nicht mehr am Leben sind.

In dem Gebiet gibt es immer wieder blutige Auseinandersetzungen zwischen Stämmen um immer knapper werdende Wasserquellen und Weideland. Die notorisch schlecht ausgerüstete örtliche Polizei hat der Gewalt nur wenig entgegenzusetzen, zumal die Stämme zunehmend mit illegalen Waffen aufrüsten. Die Behörden reagierten nun mit einem großangelegten Einsatz unter Leitung des kenianischen Polizeichefs David Kimaiyo. Er wurde laut dem Polizeisprecher von Innenminister Joseph Ole Lenku begleitet. Die örtliche Bevölkerung wurde aufgerufen, mit den Sicherheitskräften zu "kooperieren".

Von

afp

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