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21.04.2014

21:46 Uhr

„Hitzköpfe“ der Ukraine

Lawrow fordert Kerry zur Mäßigung Kiews auf

Erst wirft Russlands Außenminister der ukrainischen Regierung vor, das Genfer Abkommen zu verletzen, jetzt fordert Lawrow die USA auf, die „Hitzköpfe“ der Kiewer Regierung zu beruhigen. Auch mit Steinmeier sprach er.

US-Außenminister John Kerry (links) und der russische Außenminister Sergej Lawrow: „Widerwillen“, Gewalt seitens ultranationalistischer Gruppen zu beenden. dpa

US-Außenminister John Kerry (links) und der russische Außenminister Sergej Lawrow: „Widerwillen“, Gewalt seitens ultranationalistischer Gruppen zu beenden.

MoskauIm Ukraine-Konflikt hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow seinen US-Kollegen John Kerry zur Mäßigung der Kiewer Regierung aufgefordert. Kerry müsse dafür sorgen, dass die „Hitzköpfe“ in Kiew keinen blutigen Konflikt im russisch geprägten Osten und Süden der Ex-Sowjetrepublik provozierten, teilte das Außenamt in Moskau am Montagabend nach einem Telefonat der Minister mit.

Lawrow betonte demnach, die ukrainische Führung müsse ihre Verpflichtungen aus dem Genfer Friedensbeschluss erfüllen. Er warf Kiew erneut „Widerwillen“ vor, Gewalt seitens ultranationalistischer Gruppen wie dem Rechten Sektor zu beenden.

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In einem Telefonat mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier betonte Lawrow nach Ministeriumsangaben die Bedeutung der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine. Es sei wichtig, das OSZE-Mandat auszuweiten, um Spannungen im Osten und Süden abzubauen. In mehreren Städten der Region halten moskautreue Bewaffnete staatliche Gebäude besetzt.

Zuvor hatte Lawrow der Übergangsregierung in Kiew einen Verstoß gegen die Genfer Vereinbarung zur Überwindung der Ukraine-Krise vorgeworfen. „Das Abkommen wird nicht nur nicht respektiert“, sagte Lawrow am Montag bei einer Pressekonferenz in Moskau. „Es werden sogar Maßnahmen getroffen - in erster Linie von denjenigen, die die Macht in Kiew übernommen haben -, die die in Genf erzielten Vereinbarungen in grober Weise verletzen.“

Die USA schließen Sanktionen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin selbst nicht aus. In einem über Twitter mit dem russischen Radiosender Echo Moskwi geführten Interview schrieb die US-Außenamtssprecherin Jen Psaki am Montag auf die Frage, ob die USA einen solchen Schritt erwägen: "Ja. Wichtig, Konsequenzen darzulegen. USA sind zu Sanktionen gegen Personen, Unternehmen und Sektoren in der Lage. Ziel ist nicht Sanktion, Ziel ist De-Eskalation." Dann fügte sie hinzu: "Kreis der Personen derzeit in Prüfung, Viele zu Sanktionieren, bevor wir über Präsident #Putin diskutieren."

Kommentare (13)

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22.04.2014, 08:53 Uhr

Wir fordern Russland dazu auf die Krim an die Ukraine zurück zugeben und das Verhalten zu überdenken. Der Angriff auf den Staat Ukraine ist ein Kriegsakt und die Verantwortlichen gehören vor ein ordentliches Gericht. Wir sollten mit der Nato diesen miesen Spiel ein Ende bereiten Russland ist zu isolieren die Nachbarländer müssen militärisch so aufgerüstet werden das sie den Russen sofort die Lektion erteilen können die auch der letzt Russe versteht.

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22.04.2014, 10:24 Uhr

Russland hat von Anfang an Deeskaliert, was man von EU und USA nicht behaupten kann.
Auch die jetzige Regierung ist nicht legitim.
Erst einmal müssen ordentliche Wahlen in Ukraine stattfinden, noch ist immer noch Juschtschenko offizieller Präsident, auch wenn das hier manchen nicht Passt !
Und Völker-recht, das sagt der Name schon, wird von Volk bestimmt und nicht von irgendwelchen Ukrainischen Gesetzen.
Und wenn über 90 % zu Russland gehören wollen, dann ist das der Wille des Volkes, also Völker-recht !
Hier in Westen haben nur viele vergessen das die Macht von Volke ausgehen sollte und nicht Regierungen über das Volk "herrscht".
Auch wir in Westen müssen das wieder in die richtige Richtung wenden, ansonsten gibt es wirklich ein Flächenbrand in Europa, wo das Volk in Westen gegen alle Regierungen und insbesondere gegen das EU "Monster" vorgehen.
Ein Polizeistaat gab es schon mal in der DDR, das mache ich zu mindestens nicht noch einmal mit !
Wozu haben wir denn im Grundgesetz die Volksabstimmung, wenn das Volk nie Abstimmen kann ? Dann währen wir weder in der EU noch in der Nato und hätten immer noch die D-Mark und laut Grundgesetz hat unsere Armee in Ausland nicht zu suchen !
Durch einen Schlaganfall kann ich nicht besser schreiben !

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22.04.2014, 10:51 Uhr

@ Rolf Hartung und beim deeskalieren sind den Russe so rein zufällig so eine Insel zugefallen, Der gewählte Präsidet von Russlands Gnaden war ein Volksverräter

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