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31.10.2011

11:08 Uhr

Hoch geratet

Euro-Rettungsschirm erhält Bestnote

Der Euro-Rettungsschirm EFSF bekommt von führenden Ratingagenturen die Bestnote „AAA“: Somit kann der Fonds mit der höchsten Schlagkraft arbeiten.

Der EFSF soll ein Schutzwall für den Euro sein. dpa

Der EFSF soll ein Schutzwall für den Euro sein.

Berlin/LuxemburgDie führenden Ratingagenturen haben nach dem EU-Gipfel die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF bestätigt. Der Fonds, der Hilfen von bis zu 440 Milliarden Euro vergeben kann, erhielt weiter die Bestnote „AAA“. Das teilte der EFSF am Samstag in Luxemburg mit. Sowohl Moody's, Standard & Poor's als auch Fitch hätten den Fonds auf Basis der Beschlüsse des Gipfels mit „AAA“ bewertet. Sie bestätigten damit frühere Aussichten.

Mit einem sogenannten Hebel soll die EFSF-Schlagkraft auf eine Billion Euro vervielfacht werden, indem ein Teil der Anleihen notleidender Staaten von dem Fonds gegen Ausfall versichert wird.

Die Bestbenotung ist Voraussetzung dafür, dass der Fonds mit der größtmöglichen Schlagkraft arbeiten kann. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in ihrer Regierungserklärung am Mittwoch von einem Schutzwall für den Euro gesprochen, der Ansteckungsgefahren für andere hochverschuldete Euro-Länder verhindern soll.

EFSF-Chef Klaus Regling betonte, die Bestätigung der höchsten Kreditwürdigkeit zeige „das Vertrauen in die Strategie der Euro-Zone, um die Finanzstabilität wieder herzustellen“. Deutschland beteiligt sich am EFSF mit Garantien von 211 Milliarden Euro.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Adolf

31.10.2011, 11:26 Uhr

Was nutzt mir die Bestnote wenn nur 20% der Anleihe durch den Fond garantiert wird. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten würde ich dann 20% des eingezahlten Kapital zurückbekommen. Das ist mir viel zu wenig. Immerhin verliere ich 80% und das ist mir zu viel.
Ich bin schon gespannt ob jemand da zugreift, höchstens Japan, aber dann nur damit der Yen auch schwach wird.

exCDUler

31.10.2011, 11:31 Uhr

Eines Tages wird es den Herrschaften der Ratingagenturen dämmern, dass die gegebene Garantie von den meisten Ländern im Ernstfall gar nicht eingelöst werden kann und dann auch für die verbleibenden Länder einige Nummern zu groß ist.
Stellt sich nur noch die Frage, mit welchem Märchen die plötzliche Erkenntnis dann verkündet wird.

Arminius

31.10.2011, 11:40 Uhr

Die werden schon einen Berlusconi als Sündenbock finden!
Ganz nach deutschem Geschmack, das ist auch bei den Germanen schon so gewesen, dadurch haben sie sich berechtigt gefühlt Norditalien, besonders Mailand, zu überfallen und zu plündern. (Barbarossa und Konsorten)

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