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20.06.2014

14:50 Uhr

Hoffnung auf Milliardeneinnahmen

Norwegen will Unternehmensanteile verkaufen

In Norwegen gehören Dutzende Unternehmen dem Staat. Die konservative Regierung will jetzt die Privatisierung vorantreiben und schlägt Anteilsverkäufe in Milliardenhöhe vor. „Eile“ will man aber nicht an den Tag legen.

Die konservative Regierung um Erna Solberg plant, Unternehmensanteile zu verkaufen. Reuters

Die konservative Regierung um Erna Solberg plant, Unternehmensanteile zu verkaufen.

OsloDie norwegische Regierung will Unternehmensbeteiligungen des Staates in Milliardenhöhe verkaufen, um die Privatwirtschaft zu stärken. Unter anderem schlug das zuständige Ministerium dem Parlament am Freitag vor, die Anteile an dem Telefonanbieter Telenor von knapp 54 - und dem Rüstungskonzern Kongsberg von etwas mehr als 50 auf 34 Prozent reduzieren. Der norwegische Staat könnte so mehr als 46 Milliarden Kronen (rund 5,5 Mrd Euro) einnehmen.

„Das kann sowohl Telenor als auch der Kongsberg Gruppe Möglichkeiten eröffnen, die sie heute nicht haben“, sagte Wirtschaftsministerin Monica Mæland dem norwegischen Rundfunk. Für die Verkaufspläne gebe es keine kurzfristigen Gründe. Die Regierung wolle den direkten Besitz des Staates mit der Zeit immer weiter verringern. „Privateigentum sollte die Regel sein, und Staatseigentum besonders begründet werden“, erklärte Mæland in einer Mitteilung.

Die Minderheitsregierung aus konservativer Høyre und der rechtspopulistischen Fortschrittspartei (Fremskrittspartiet) schlug dem Parlament für den Staatshaushalt für 2015 auch vor, sich ganz oder teilweise von Staatsanteilen an acht weiteren Unternehmen zu trennen. Auf der Liste stehen etwa die kriselnde skandinavische Fluggesellschaft SAS und das Bahn-Unternehmen Baneservice.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.06.2014, 17:52 Uhr

Wieder mal wird Tafelsilber verkauft. Kenne ich irgendwoher.
Sachwerte für Papier, prima Geschäft für die Bürger.

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