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22.01.2005

21:23 Uhr

Hoffnungsschimmer im Nahen Osten

Teil der Al-Aksa-Brigaden will Waffenstillstand

Nach intensiven Gesprächen mit Palästinenserchef Abbas haben sich Teile der Al-Aksa-Brigaden zu einem Waffenstillstand bereit erklärt. Zwei weitere Organisationen schlossen sich später unter Bedingungen an.

HB BERLIN. Mitglieder der palästinensischen Al-Aksa-Märtyrerbrigade haben sich am Samstag zu einem Waffenstillstand mit Israel bereit erklärt. Angehörige der Organisation, die der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas nahe steht, kündigten in Gaza an, dass sie künftig auf Anschläge verzichten würden. Bedingung sei aber, dass die israelische Armee auf alle Operationen in den besetzten Gebieten verzichte.

Unklar blieb allerdings, ob die Mitglieder der Brigaden wirklich für die gesamte Gruppe sprachen. Die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden setzt sich aus Dutzenden Einheiten zusammen. Sprecher Abu Ibrahim sagte, die Ankündigung der Waffenruhe gelte nur für einen Teil der Organisation.

Abbas hat sich in den letzten Tagen intensiv darum bemüht, die militanten palästinensischen Gruppierungen zur Waffenruhe zu bewegen. Nach Verhandlungen mit dem Palästinenserpräsidenten schlossen sich die linksgerichteten Gruppen Demokratische Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) und Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) der Erklärung der Al-Aksa-Brigaden an.

Die Nachricht, dass sich der Islamische Dschihad zu einem Waffenstillstand bereit erklärt habe, wurde indes von einem ranghohen Mitglied der Gruppe zwar als «falsch» zurückgewiesen. Nafes Assam sagte am Samstag, erst müsse Israel eine Vorleistung erbringen. Beobachter werteten das jedoch als Einzelaussage, die nicht für den gesamten Islamischen Dschihad stehe.

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