Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.12.2013

20:47 Uhr

Hohe Arbeitslosigkeit

Immer mehr italienische Familien leben in Armut

Italiens Wirtschaft leidet seit zwei Jahren unter einer Rezession, der längsten in der Nachtkriegsgeschichte. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, deshalb müssen immer mehr Menschen mit weniger Geld auskommen.

Protest in Rom: „Wir verteidigen unsere Würde – und ihr?“ dpa

Protest in Rom: „Wir verteidigen unsere Würde – und ihr?“

RomIm wirtschaftlich angeschlagenen Italien rutschen immer mehr Familien in die Armut ab. Im vergangenen Jahr hätten mehr als 3,2 Millionen Familien in sogenannter relativer Armut gelebt, teilte das Arbeitsministerium in der Hauptstadt Rom am Montag mit. Dies entspreche einer Quote von 12,7 Prozent und sei der höchste gemessene Wert seit dem Beginn entsprechender Untersuchungen im Jahr 1997.

Als relativ arm gelten der Definition von Sozialforschern, Statistikamt und Ministerium zufolge Familien, in denen jedes Mitglied pro Monat weniger ausgeben kann als der Durchschnitt der Bevölkerung. Der Durchschnittswert wurde für das Jahr 2012 mit 990,88 Euro angegeben. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung lebten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 15,8 Prozent in relativer Armut.

Italienische Reformbilanz in Zahlen.

Italienische Reformbilanz in Zahlen.

In sogenannter absoluter Armut lebten im Jahr 2012 laut dem Ministerium 6,8 Prozent der Familien und acht Prozent der Bevölkerung. Als absolut arm gilt, wer über weniger als das Existenzminimum verfügt. Die Zahlen verdoppelten sich seit dem Jahr 2005. Italien leidet seit über zwei Jahren unter einer Rezession, der längsten seiner Nachtkriegsgeschichte. Vor allem eine hohe Arbeitslosigkeit macht dem Land zu schaffen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×