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13.04.2014

17:58 Uhr

Hohe Investitionsbereitschaft

DIHK hebt Wachstumsprognose für Euro-Zone an

ExklusivDie Euro-Zone hat die Rezession hinter sich gelassen: Als besonders investitionsstark zeigen sich unter anderem Unternehmen aus den Branchen Automobilbau und Metallerzeugung. Doch die Arbeitslosenzahlen bleiben hoch.

Viele Unternehmen investieren besonders häufig in den 15 Staaten, die schon vor der Osterweiterung zur EU 15 gehörten. Hier die Karosseriefertigung des Sportwagenbauers Porsche in Leipzig. dpa

Viele Unternehmen investieren besonders häufig in den 15 Staaten, die schon vor der Osterweiterung zur EU 15 gehörten. Hier die Karosseriefertigung des Sportwagenbauers Porsche in Leipzig.

BrüsselDer Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) korrigiert seine Wachstumsprognose für die Euro-Zone für dieses Jahr von 1,0 auf 1,3 Prozent nach oben. Grund ist die sich aufhellende Wirtschaftslage und die damit verbundene Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen im Ausland. „Die Euro-Zone hat die Rezession hinter sich gelassen, Investitionen und Beschäftigung beleben sich allmählich wieder“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Vor allem Unternehmen aus den Branchen Automobilbau, Metallerzeugung, Elektrotechnik sowie aus dem Lebensmittelgewerbe und der Gummi- und Kunststoffbranche investieren besonders häufig in den 15 Staaten, die schon vor der Osterweiterung zur EU 15 gehörten. Dabei ist das Angebot an Fachkräften ein wichtiger Grund für die Firmen, dort zu investieren. „Sie finden vor allem in der EU vergleichsweise gut ausgebildete Arbeitskräfte“, sagte Wansleben. Infolge der wirtschaftlichen Umwälzungen sei die Arbeitslosigkeit in vielen EU-Staaten sehr hoch, während sich die Lohnkosten im Vergleich zu Deutschland zuletzt moderat entwickelt hätten.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Einer DIHK-Umfrage unter 2.500 im Ausland aktiven Unternehmen zufolge ist die EU-15 (vor der Osterweiterung) erstmals seit dem Jahr 2010 wieder das Top-Ziel für Investitionen. Damit scheint die Erholung der Euro-Zone in den Investitionsplänen deutscher Industriebetriebe angekommen zu sein. Etwas mehr als die Hälfte der Firmen, die auch zur Fachkräftesicherung im Ausland investieren, nennen als Zielregion die EU-15-Länder.

Der ganze Artikel ist bereits jetzt verfügbar – im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Von

lud

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