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28.08.2014

13:06 Uhr

Hoher Euro, niedrige Inflation

Hollande will Europa „mobilisieren“

Frankreich hat die nötigen Reformen bereits umgesetzt – Europa ist das Problem. So sieht es zumindest Frankreich Präsident Francoise Hollande. Vor allem sei der Eurokurs zu hoch und die Inflation zu niedrig.

Europa droht laut Francoise Hollande eine „möglicherweise endlose“ Stagnation. Ließe sich der Rest Europas hiergegen „mobilisieren“, würden auch die längst umgesetzten Reformen in Frankreich greifen, so der französische Präsident. dpa

Europa droht laut Francoise Hollande eine „möglicherweise endlose“ Stagnation. Ließe sich der Rest Europas hiergegen „mobilisieren“, würden auch die längst umgesetzten Reformen in Frankreich greifen, so der französische Präsident.

ParisDer Kurs des Euro ist nach Ansicht des französischen Präsidenten Francois Hollande zu hoch und die Inflation zu niedrig. „Europa droht eine lange und möglicherweise endlose Stagnation, wenn wir nichts tun“, sagte Hollande am Donnerstag bei der jährlichen Konferenz der Botschafter seines Landes.

Die bereits umgesetzten wachstumsfördernden Reformen in Frankreich „können nicht wirken, wenn nicht auch der Rest Europas mobilisiert wird“.

Warum Frankreich in der Krise steckt

Arbeitslosigkeit

Eines der sichtbarsten Probleme ist die Arbeitslosigkeit im Land. Sie bewegt sich seit Monaten auf Rekordniveau. Zuletzt waren fast 3,4 Millionen Menschen ohne Job. Damit liegt die Quote fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Wachstum

Gleichzeitig kommt das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht in Gang. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stagnierte die Wirtschaft sogar.

Handelsdefizit

Zudem hat Frankreich eine negative Bilanz beim Austausch mit anderen Wirtschaftsnationen. Das Außenhandelsdefizit lag im ersten Halbjahr 2014 bei 29,2 Milliarden Euro.

Sparprogramm

Im Kampf gegen die Krise hat sich die Regierung ein Sparprogramm vorgenommen. Bis 2017 plant Paris Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Neuverschuldung

Es ist fraglich, ob Frankreich wie zugesagt im kommenden Jahr das EU-Defizitkriterium wird einhalten können. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft betragen. An dieser Hürde war Frankreich in den vergangenen Jahren stets gescheitert.

Hollande sprach sich dafür aus, in der Haushaltspolitik auch außergewöhnliche Umstände zu berücksichtigen. „Der Rhythmus des Defizitabbaus muss vereinbar sein mit den Wachstumszielen und einer schwachen Inflation“, sagte er.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Peter Kock

28.08.2014, 14:31 Uhr

Hollande will Europa mobilisieren ???? Vielleicht versucht er zunächst einmal in Frankreich Erfolg zu produzieren denn der blieb bis zur Stunde aus. Der typische Schwätzer eben....kennt man ja auch von Deutschland !!!

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