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31.10.2011

11:18 Uhr

Hoher Preisdruck

Inflation in der Eurozone bei drei Prozent

Hartnäckige Teuerung und hohe Arbeitslosigkeit: In der Eurozone ging die Jahresinflationsrate im Oktober nicht zurück. Eine Rezession droht.

Die Inflation in der Eurozone bleibt hoch. dpa

Die Inflation in der Eurozone bleibt hoch.

BrüsselDer Preisdruck in der Euro-Zone bleibt hoch. Die jährliche Inflationsrate verharrte im Oktober bei 3,0 Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat am Montag mit. Eine stärkere Teuerung gab es zuletzt vor drei Jahren. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 2,9 Prozent gerechnet . Die hartnäckig hohe Teuerung dämpft Spekulationen über eine rasche Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Diese sieht stabile Preise nur bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die EZB entscheidet an diesem Donnerstag erstmals unter ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi über die Geldpolitik.

Sie hatte ihren Leitzins wegen wachsender Inflationsrisiken in diesem Jahr zweimal angehoben - von 1,0 auf aktuell 1,5 Prozent. Wegen der drohenden Rezession rechnen viele Experten damit, dass die Währungshüter die Zinsen spätestens Anfang 2012 senken werden, um mit billigerem Geld die Konjunktur anzukurbeln.

Für eine Zinssenkung spricht die hohe Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote im Währungsraum stieg im September auf 10,2 Prozent, nachdem sie im August noch 10,1 Prozent betragen hatte.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Optimist

31.10.2011, 15:08 Uhr

Inflation entwertet natürlich schleichend Schulden, vor allem aber Geldvermögen der Sparer.
Jeder, der spart (im Sinne von Geld zurücklegen), verliert! (Der Staat definiert ja Sparen als "etwas weniger neue Schulden aufnehmen".)
Bei einer offiziellen Inflationsrate von 3% (real und tendenziell höher und steigend) und max. Sparzinsen von 2,5 bis max. 2,7% abzgl. Steuern, verbrennt jeder Sparer auf lange Sicht Geld.
Deutschland tilgt gar nichts, sondern bedient lediglich Zinsen.
Deutschland nimmt gar Jahr für Jahr neue Schulden in Milliardenhöhe auf, die die Zinslast vergrößern und nur mit höheren, unrealistischen Wachstumsraten tragbar sind. Die unübersehbaren Risiken durch ertüchtigte und verstetigte Rettungsschirme und Bürgschaften mal außen vor gelassen.
Es ist ansonsten lediglich geplant, das Tempo der Neuverschuldung abzubremsen, also mal etwas langsamer neue Schulden aufzunehmen.
Unterm Strich sollte sich der Bürger bewusst machen, dass sich sparen nicht mehr lohnt - gerade angesichts der beschlossenen europaweiten Schuldengemeinschaft sollte jedem klar sein, dass der Sparer der Dumme ist.
Die per Diktat festgelegten Sparzinsen werden auf unabsehbare Zeit niedrig bzw. deutlich unter der Inflationsrate bleiben (müssen), da es anderenfalls sämtliche Staatshaushalte zerreißen würde. Hohe Zinsen wird die EZB ab jetzt bis zum Systemkollaps nicht mehr zulassen.
Dies wird sich auf alle Bereiche der so genannten kapitalbildenden Vorsorge negativ auswirken. Mal sehen, wann die Schneeballsysteme der ersten Versicherungen wegen Anlegerflucht und sinkender Kapitalrenditen zusammenbrechen. Alternativlos sage ich mal...
Es wäre auf lange Sicht höchstens noch sinnvoll, sich mobile und staatlicherseits rückgriffsfreie Sachwerte zuzulegen, wie Edelmetalle beispielsweise...

Island

31.10.2011, 16:09 Uhr

Bei einer offizielle Inflation (die nicht mehr die Wirklichkeit abbildet) von 3 Prozent in der Euro-Zone, mit einen minimalen Wirtschaftswachstum kann man von der „Englischen Krankheit“ (Volkswirtschaft) sprechen.

Eine Zentralbank ist in dieser Situation überfordert. Erschwerend kommt hinzu dass, die EZB alle Stabilitätsversprechen gebrochen hat und als „willfähriger Diener“ für eine Konsumorientierte Schuldenpolitik der meisten Europäischen Staaten zur Verfügung steht.

Die Bekämpfung der „Englischen Krankheit“ ist Aufgabe der Regierung.

Dabei kann aber jede Regierung nur auf die eigene Volkswirtschaft schauen. Ansonsten führt eine falsche Währung- und Wirtschaftspolitik zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit.

Die Erfahrungen haben wir in den letzten 10 Jahren durch die Mitgliedschaft der Eurozone erfahren.

Wir hätten zwar ohne den Euro auch eine Massenarbeitslosigkeit (8 Millionen Arbeitslose, 7,6 Millionen Gastarbeiter) aber diese wäre deutlich geringer. Die Exportquote der Bundesrepublik wäre dann weniger stark ausgefallen aber der Binnenmarkt (größer Binnenmarkt in Europa) hätte es mehr wie ausgeglichen.

Derzeit sind wir wirklich eine „Basarökonomie“.


ise

31.10.2011, 21:20 Uhr

3.0 Prozent Inflation, absolute Lügenzahl..........

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