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01.05.2011

23:21 Uhr

Holocaust-Gedenktag

Netanjahu zieht Parallelen

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages betont der israelische Ministerpräsident den Einfluss des Holocaust auf die israelische Politik. Dabei spricht er auch über mögliche Maßnahmen gegen das vermutete Atomprogramm Irans.

Benjamin Netanjahu bei einem Termin im April. Quelle: dapd

Benjamin Netanjahu bei einem Termin im April.

JerusalemDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Vorabend des Holocaust-Gedenktages in seinem Land eine Parallele zwischen dem Massenmord der Nationalsozialisten und Gegnern des heutigen Israels gezogen, die mit der Zerstörung des jüdischen Staats drohen.

Dies seien der Iran und seine Verbündeten, die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon, sagte Netanjahu am Sonntag in der Gedenkstätte Jad Vaschem. „Iran bewaffnet sich sogar mit Atomwaffen, um dieses Ziel zu erreichen“, fügte er hinzu.

Iran weist diesen Vorwurf seit Jahren zurück und betont, es betreibe ein rein ziviles Atomprogramm. Israel unterstützt diplomatische Aktionen und Sanktionen gegen Iran, hat aber die Option eines Militärschlags gegen dessen Atomeinrichtungen nie völlig ausgeschlossen.

Eine wichtige Lehre aus dem Holocaust sei: „Wenn jemand damit droht, uns zu zerstören, dürfen wir das nicht ignorieren“, sagte der Ministerpräsident vor Politikern, Diplomaten und Holocaust-Überlebenden in der Gedenkstätte. „Die Drohung gegen unsere Existenz und unsere Zukunft ist nicht theoretisch“, erklärte er. „Sie muss gestoppt werden.“

Bei der Zeremonie in Jad Vaschem entzündeten zu Beginn des jährlichen Gedenkens sechs Holocaust-Überlebende Fackeln für die sechs Millionen Opfer. Am Montagmittag werden im ganzen Land die Luftschutzsirenen vor zwei Minuten stillen Gedenkens heulen.

Im ganzen Land gibt es Veranstaltungen wie beispielsweise „Jede Person hat einen Namen“, bei der im israelischen Parlament und anderen öffentlichen Plätzen die Namen von Holocaust-Opfern laut verlesen werden.

Von

dapd

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

02.05.2011, 06:15 Uhr

Absolut richtig !
In Deutschland ist die Linkspartei zu nennen die ebensolche verwerflichen ziele wie der Iran hat und die ebenfalls die Existenz Israels in Frage stellt !

Morchel

02.05.2011, 07:16 Uhr

Ein Volk was nicht wehrhaft ist, hat es sehr schwer sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, noch wenn es umgeben ist von einer brisanten Mischung von Hass, Misstrauen Gewalt. Bei der Vergangenheit mit diesen millionen von Opfern kann es nur eine Entscheidung geben Nie wieder es zuzulassen, alles zu tun um das zu verhindern das ist ligitim. Die Toten sollten uns daran erinnern es zu unterlassen sich dem nicht zu stellen. Es wäre fatal Realitäten auszublenden die Gefahren sind da.

Account gelöscht!

02.05.2011, 08:28 Uhr

Kein Existenzrecht für Israel, ´in welchen Grenzen auch immer´
Während einige stark antisemitisch veranlagte Randmedien die Einigung der beiden verfeindeten Terrorfraktionen [in ihrer Sprachregelung: "Palästinenserorganisationen"] bejubeln und als Chance sehen sowie Israel und seinen Aussenminister Lieberman [er ist wiederum "Ultranationalist"] für die ablehnende Haltung angreifen, sehen die Fakten so aus: der Anführer der Terrorvereinigung Hamas in Gaza, Ismail Haniyeh, hat gestern die Fatah-Führung aufgerufen, alle früher abgeschlossenen Verträge mit Israel aufzukündigen sowie vor allem das Existenzrecht des jüdischen Staates abzulehnen - "in welchen Grenzen auch immer", berichtet Kol Israel. "Die Einheit der Kämpfer mit der zionistischen Besatzung wird weiter erstarken, ungeachtet des Widrstandes unserer Feinde. Und deshalb darf ihre Meinung über unsere

http://haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=5192

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