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21.07.2014

20:48 Uhr

Human Rights Watch

„FBI stiftet zum Terror an”

Bei Ermittlungen soll das FBI Muslime zu Terrorplänen verführt haben, berichtet die Organisation „Human Rights Watch”. Dabei habe die US-Bundespolizei oft die Menschenrechte derer verletzt, die in ihr Visier gerieten.

Die amerikanische Behörde FBI ermittelt bei ihren Ermittlungen gerne verdeckt. Um Verdächtige zu überführen, soll die Bundespolizei Muslime zu Terrorplänen angestiftet habe - ein Unding für Menschenrechtler. Reuters

Die amerikanische Behörde FBI ermittelt bei ihren Ermittlungen gerne verdeckt. Um Verdächtige zu überführen, soll die Bundespolizei Muslime zu Terrorplänen angestiftet habe - ein Unding für Menschenrechtler.

WashingtonDie Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der US-Bundespolizei FBI vor, im Zuge verdeckter Ermittlungen Muslime zu Terrorplänen angestiftet zu haben. Insgesamt habe es seit dem 11. September 2001 rund 75 solcher sogenannter „Sting Operations“ gegeben, in einigen Fällen hätten die verdeckten Ermittler sogar Geld gezahlt. „In einigen Fällen könnte das FBI aus gesetzestreuen Menschen (...) sogar Terroristen gemacht haben“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Organisation.

Das FBI hat in den vergangenen Jahren nach derartigen Ermittlungen mehrfach Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus gemeldet. Zumeist hatten die verdeckten Ermittler ihren Zielpersonen die Lieferung von Sprengstoff für Anschläge versprochen - und sie dann verhaftet.

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Human Rights Watch erkennt in dem Bericht zwar an, dass das FBI im Zuge dieser Ermittlungen oftmals Verdächtigen auf die Spur kam, die tatsächlich mit der Planung oder Finanzierung von Terrorakten befasst gewesen seien. Doch „das FBI nimmt oft Leute ins Visier, die vor den Ermittlungen keine Verbindungen zum Terrorismus hatten“, sagte Andrea Prasow, Sprecherin der Organisation in Washington. „Sie nehmen häufig Leute ausschließlich auf Grund ihrer Religion oder ihres ethnischen Hintergrunds ins Visier. Dies bedeutet eine eindeutige Verletzung der Menschenrechte.“

Von

dpa

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