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21.02.2011

21:03 Uhr

Humboldt-Uni

Eklat bei Papandreous Auftritt

VonThomas Hanke

Protestierende Griechen haben die Rede ihres Ministerpräsidenten in der Berliner Humboldt-Uni mehrfach unterbrochen. Der ließ sich nicht aus der Fassung bringen - und bat am Ende gar um ihre "kreative Unterstützung".

George Papandreou bei einer Rede: Der griechische Ministerpräsident sah sich an der Berliner Humboldt-Universität Störungen durch Demonstranten ausgesetzt. Quelle: dapd

George Papandreou bei einer Rede: Der griechische Ministerpräsident sah sich an der Berliner Humboldt-Universität Störungen durch Demonstranten ausgesetzt.

BerlinGerade einmal zehn Minuten hatte der griechische Premier George Papandreou seine Reformpolitik für das gebeutelte Land erläutert, da wurde er von einer gut organisierten Gruppe demonstrierender Studenten niedergeschrien. "Lügner", "du wirfst uns 50 Jahre zurück", "deine Partei bestiehlt das Volk" skandierten die jungen und zum Teil auch schon angegrauten Protestler.

Die Veranstalter, die Humboldt-Uni und die EU-Kommission, redeten ebenso freundlich wie hilflos auf die zornigen Griechen ein, die aber nicht daran dachten, Papandreou ausreden zu lassen. Schließlich beförderte der anwesende Personenschutz sie aus dem Saal.

Papandreou, der sich nicht aus der Ruhe bringen ließ, kehrte zum Text zurück, nur um kurze Zeit später von einer weiteren Gruppe niedergeschrien zu werden: Die Demonstranten hatten sich strategisch geschickt schon früh zahlreiche Plätze im rappelvollen Senatssaal der Uni gesichert.

Kurzfristig sah es so aus, als würde Papandreous Humboldt-Rede im Chaos enden, da rettete HU-Professor Ingolf Pernice die Situation: Er überredete die Gruppe, mit ihm vor dem Saal zu diskutieren und sich nach Papandreous Rede an der Diskussion zu beteiligen.

Der Premier reagierte mit dem Hinweis: "Sie sehen, wie heftig um die Veränderungen in meinem Land gestritten wird." Er verstehe die Proteste und sei offen für den Dialog, doch müsse sein Land sich noch viel tiefgreifender verändern: "Ich weiß, die Reformen schmerzen, aber gegenwärtig behandeln wir nur das unmittelbare Problem, wir wenden den Staatsbankrott ab. Die wirkliche Aufgabe ist die Demokratisierung der Gesellschaft, die Schaffung von Gerechtigkeit und von Bedingungen für nachhaltiges Wachstum." Überall im Land herrsche Korruption, die bekämpfe er, um die "Geiselnahme der demokratischen Institutionen durch Sonderinteressen" zu beenden, so der Premier kämpferisch.

Kommentare (3)

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21.02.2011, 21:49 Uhr

Kreativität für Griechenland, um aus der Schulden- und Wettbewerbskrise herauszukommen! Das wär's. Tatsache ist: eine revolutionäre KREATIVE Systemlösung steht ante portas und würde via Zinspromille den Griechen helfen, maximal helfen.

Doch die entsprechenden Erkenntnisse und Info-Angebote hat die Griechische Botschaft im Frühjahr 2010 ignoriert.

Das kommt dem Volk der Griechen teuer zu stehen.

Wer unter http://www.die-kreativen-partei.de/EPIKUR-Projekt-fuer-Griechenland.php sucht, wird die Dramatik des Versagens der Botschaft Griechenlands in Berlin vor Augen haben.

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22.02.2011, 14:06 Uhr

Papandreou lügt auf mehrere Ebene. Er behauptete dass er nicht über die wirtschaftliche Situation gewusst hat. Er war als Kandidat von dem Chef des nationalen Bank Griechenlands ausführlich informiert. Er behauptet auch dass die Entscheidung IWF nach Hilfe zu Fragen, in Frühling 2010 getroffen wurde. Herr Trichet in Gegenteil behauptet dass so ein Gespräch schon in November 2010 statt gefunden hat. Papandreou, seine Partei, seine Familie, genau wie die Oppositions- konservative Partei, sind für die Korruption, die unvorstellbare Skandale und die aktuelle Pleite Griechenlands. Die griechischen und deutschen Steuerzahler sollen nicht dafür eine Bürgschaft leisten.

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22.02.2011, 14:07 Uhr

Papandreou lügt auf mehrere Ebene. Er behauptete dass er nicht über die wirtschaftliche Situation gewusst hat. Er war als Kandidat von dem Chef des nationalen Bank Griechenlands ausführlich informiert. Er behauptet auch dass die Entscheidung IWF nach Hilfe zu Fragen, in Frühling 2010 getroffen wurde. Herr Trichet in Gegenteil behauptet dass so ein Gespräch schon in November 2010 statt gefunden hat. Papandreou, seine Partei, seine Familie, genau wie die Oppositions- konservative Partei, sind für die Korruption, die unvorstellbare Skandale und die aktuelle Pleite Griechenlands. Die griechischen und deutschen Steuerzahler sollen nicht dafür eine Bürgschaft leisten.

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