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22.07.2011

19:33 Uhr

Hungersnot in Ostafrika

Hilfsorganisationen rufen zu Spenden auf

Die akute Hungersnot in Somalia lässt die Deutschen nicht kalt. Durch zahlreiche Spendenaktionen sind bereits mehrere Millionen Euro zusammengekommen. Das war allerdings nicht immer so.

Die von der Hungersnot betroffenen Menschen in Ostafrika benötigen dringend internationale Hilfe. Quelle: dapd

Die von der Hungersnot betroffenen Menschen in Ostafrika benötigen dringend internationale Hilfe.

BonnSpendenaufrufe von Hilfsorganisationen, christlichen Einrichtungen, und Radiosendern: Die Hungersnot in Ostafrika hat eine große Hilfsbereitschaft in Deutschland ausgelöst. „Zeitgleich mit der verstärkten Berichterstattung ist die Höhe der Spenden kontinuierlich gestiegen“, sagte die Geschäftsführerin des Hilfsorganisationen-Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH), Manuela Rossbach, am Freitag in Bonn. Doch die Spendenbereitschaft der Deutschen für afrikanische Krisengebiete war Experten zufolge lange Zeit geringer als für andere Regionen der Welt.

Nach ADH-Angaben sammelte das Bündnis bereits mehr als 1,5 Millionen Euro Spenden ein. Der Hauptgeschäftsführer der Hilfsorganisation Care Deutschland-Luxemburg, Anton Markmiller, sagte: „Aktuell machen uns die telefonischen Reaktionen und das, was wir im Online-Bereich beobachten, für das Horn von Afrika wirklich Mut“. So seien an Privatspenden bereits mehr als 107.000 Euro eingegangen. „Das ist vergleichbar mit der Spendenbereitschaft bei früheren Katastrophen wie dem Erdbeben in Haiti oder der Flutkatastrophe in Pakistan“, sagte er.

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Wegen der schweren Dürre am Horn von Afrika sind Teile Somalias nach Angaben der Vereinten Nationen von einer akuten Hungersnot betroffen. Zehntausende Menschen sind bereits an den Folgen von Unterernährung gestorben. Die Vereinten Nationen benötigen nach eignen Angaben in den kommenden zwei Monaten 300 Millionen Dollar (212 Millionen Euro) zusätzlich für Nothilfe.

An Spendenaufrufen in Deutschland beteiligen sich unter anderem auch christliche Organisationen und Medien. Allein die Radiosender Bayern 1 und Bayern drei sammelten beim Aufruf „Sternstundentag für Afrika“ 3,83 Millionen Euro. Das Kindermissionswerk die „Sternsinger“ stellt eine halbe Million Euro bereit. Organisationen wie die Christoffel-Blindenmission (CBM) oder die evangelische Kirche der Pfalz rufen zu Spenden auf.

Kommentare (2)

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Punkt

23.07.2011, 07:02 Uhr


Sehr geehrter Herr Niebel,
am 28. Oktober 2009 haben Sie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, welches Sie noch während des Wahlkampfes abschaffen wollten, übernommen. Ihre Halbjahresbilanz ist verheerend.

Wie fühlen Sie sich, mit einem prall gefüllten Geldbeutel, wohlgenährt und in jeder Sitzung mit ausreichend Wasser leckeren belegten Brötchen und Broten und der Rückendeckung der Lobbyistenverbände, angesichts verhungernder Kinder und ihren verhungernden Eltern.

Ist es möglich, dass Ihnen das alles egal ist? Was haben Sie bis heute geleistet? Fliegen Sie doch mal für drei Monate nach Ostafrika, niemandem hier wird das auffallen, ausser vielleicht der Wirtschaftslobby, an deren Tropf Sie hängen. Weg von Ihrem scheinbaren Ressortparkplatz! Eine kleine Entzugskur von den Lobbyverbänden täte da vielleicht ganz gut. Am besten nehmen Sie von denen gleich ein paar Millionen mit. Mit den gesammelten Eindrücken und Erfahrungen können Sie dann die nächsten zwei Jahre nochmal richtig durchstarten geben.
Oder ist Ihnen das doch zu unbequem oder gar zu gefährlich.
Was meinen Sie wie es den Hilfsorganisationen vor Ort geht, die von Politikern und verfehlter Entwicklungspolitik im Stich gelassen werden?

Die verfehlte Entwicklungspolitik auch im Sinne des nicht vorhandenen politischen Umbaus totalitärer Staaten mit verantwortlich.

Die Menschen in Deutschland erwarten mehr von Ihnen, als belegte Brötchen zu essen und es sich gut gehen zu lassen, während in Ostafrika Millionen Menschen verhungern.

Montaillou

23.07.2011, 09:44 Uhr

Der gute Bill Gates sammelte vor einigen Wochen mehrere Milliarden für sein Impf-Programm in Afrika.

Diese Mrd. richtig eingesetzt (zusammen mit den Mrd., die verschiedene NGO´s hauptsächlich zum Eigennutz dort einsetzen), gäbe es keine Hungersnöte mehr.

Aber dank Mr. Gates dürfen die Kinder in Ostafrika wenigstens "gesund" verhungern.

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