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07.05.2015

14:56 Uhr

Huthi-Aufstand im Jemen

Saudi-Arabien schlägt Feuerpause vor

Seit Wochen fliegen saudi-arabische Truppen Luftangriffe gegen die aufständischen Huthi-Rebellen im Jemen. Mehr als 1200 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet. Nun werden Rufe nach einer Feuerpause laut.

Die Luftschläge der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz gegen die Huthis zerstören häufig auch Zivilgebäude – wie hier in der Nähe von Sanaa. dpa

Aufstände im Jemen

Die Luftschläge der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz gegen die Huthis zerstören häufig auch Zivilgebäude – wie hier in der Nähe von Sanaa.

RiadSechs Wochen nach Beginn der Luftangriffe auf schiitische Huthi-Rebellen im Jemen hat Saudi-Arabien eine fünftägige Feuerpause vorgeschlagen. Die Waffenruhe solle die Lieferung von Hilfsgütern an die Bevölkerung ermöglichen, erklärte der saudiarabische Außenminister Adel al-Dschubeir am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry in Riad. Kerry rief die Huthi-Rebellen auf, den Vorschlag Saudi-Arabiens anzunehmen.

Im Jemen liefern sich schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, der nach Saudi-Arabien geflohen ist. Saudi-Arabien steht an der Spitze einer von den USA unterstützten arabischen Militärallianz, die seit Ende März Luftangriffe gegen die Huthis fliegt.

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Der Jemen zerfällt. In dem bitterarmen Land heißt es: Jeder gegen jeden. Im Machtkampf der Milizen mischen die Erzfeinde Saudi-Arabien und Iran kräftig mit, ziehen die Strippen – und gießen so Öl ins Feuer.

Seit dem Beginn der Kämpfe wurden nach UN-Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. Mindestens 300.000 Menschen flohen vor der Gewalt. Die UNO warnte vor wenigen Tagen vor einer humanitären Krise im Jemen. Es drohe der Zusammenbruch der gesamten Infrastruktur, hieß es.

Von

afp

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