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20.08.2014

20:11 Uhr

„Hygieneverstöße“

Russland schließt McDonald's-Filialen

Für viele Menschen weltweit gilt die Fast-Food-Kette als Inbegriff der US-amerikanischen Wirtschaft: Nach Sanktionen zwischen Russland und dem Westen lässt Putin nun vier Filialen in der russischen Hauptstadt schließen.

McDonald's gilt weltweit als Inbegriff der US-Wirtschaft, als erste internationale Fast-Food-Kette eröffnete sie einst eine Filiale in Moskau. AFP

McDonald's gilt weltweit als Inbegriff der US-Wirtschaft, als erste internationale Fast-Food-Kette eröffnete sie einst eine Filiale in Moskau.

MoskauRussland lässt vier McDonald's-Filialen in Moskau schließen. Zur Begründung führte die Lebensmittelaufsicht am Mittwoch wiederholte Verstöße gegen Hygienevorschriften an. Aus der Behörde verlautete, Teile der Restaurants seien abgesperrt worden. McDonald's Russland erklärte, den Vorwürfen nachzugehen. Es werde ermittelt, mit welchen Schritten die Filialen schnellstmöglich ihren Betrieb wieder aufnehmen können.

McDonald's betreibt in Russland rund 400 Restaurants. Das Unternehmen hatte zu Zeiten der Sowjetunion als erster internationaler Fast-Food-Konzern eine Filiale in der russischen Hauptstadt eröffnet. Vielen Verbrauchern weltweit gilt die Burger-Kette als Inbegriff der US-Wirtschaft.

Nach dem umstrittenen Anschluss der Krim an Russland hatte McDonald's Anfang April den Betrieb seiner Restaurants auf der Halbinsel vorübergehend eingestellt und damit Jubel unter anti-westlichen Politikern in Moskau ausgelöst.

Forderungen aus ihrem Lager nach einer Schließung von US-Geschäften in ganz Russland schürten schon damals Befürchtungen, dass die schwersten Ost-West-Spannungen seit Ende des Kalten Krieges in einen Handelskrieg zwischen Russland und den USA münden könnten.

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Inzwischen verhängte der Westen eine Reihe von Sanktionen gegen Russland, das daraufhin Anfang August den Import von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen für ein Jahr verbot.

In Polen wurde unterdessen der Verdacht laut, dass Russland das Embargo auch auf den Transit von Nahrungsmitteln auszuweiten versucht. Es gebe Hinweise, dass die Zollbehörden den Transport von Lebensmitteln durch Russland stoppen wollten, sagte der polnische Vize-Ministerpräsident Janusz Piechocinski am Mittwoch vor Journalisten. Details nannte er nicht.

Die mit Russland in einer Zollunion verbundenen Nachbarländer Kasachstan und Weißrussland haben sich dem russischen Einfuhrverbot für Produkte aus der EU nicht angeschlossen. Über diesen Weg könnten also Lebensmittel aus dem Westen nach Russland gelangen.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Frau Ich Kritisch

20.08.2014, 20:42 Uhr

ich gratuliere den Russen zu diesem Entschluss. Vielleicht verlernen damit ein par Frauen weniger das Kochen.

Weniger Fastfood - mehr Lebensqualität für weniger Geld :-)

Herr Ernst Schrott

21.08.2014, 07:31 Uhr

(...)

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Theo Gantenbein

21.08.2014, 08:40 Uhr

Glückliches Russland!

Gratulation an Putin!

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