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11.02.2014

00:04 Uhr

Icesave-Guthaben

Briten und Niederländer fordern Milliarden zurück

Im Streit um Icesave-Guthaben fordern Großbritannien und die Niederlande die Zahlung von mindestens 3,5 Milliarden Euro von der isländischen Einlagensicherung. Die endgültige Summe könnte deutlich größer ausfallen.

Demonstranten in Reykjavik nach dem Zusammenbruch im Jahr 2010: Ausländische Anleger waren nach dem Zusammenbruch der Banken zunächst leer ausgegangen. AFP

Demonstranten in Reykjavik nach dem Zusammenbruch im Jahr 2010: Ausländische Anleger waren nach dem Zusammenbruch der Banken zunächst leer ausgegangen.

ReykjavikGroßbritannien und die Niederlande fordern im Streit um Icesave-Guthaben eine Milliardenzahlung von der isländischen Einlagensicherung TIF. Es gehe um 556 Milliarden Kronen (etwa 3,5 Milliarden Euro), erklärte TIF-Chefin Gudrun Thorleifsdottir am Montag. Dabei handele es sich um die Zinsen und Kosten im Zusammenhang mit den Sparguthaben, die vom Zusammenbruch des isländischen Bankensystems betroffen gewesen seien.

Insgesamt könne sich die Summe auf 1000 Milliarden Kronen belaufen, was mehr als die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung der Insel entspricht. Die Sicherung verfüge über Mittel in Höhe von 35 Milliarden Kronen. Da es keine staatliche Garantie gebe, werde der isländische Steuerzahler "nie dafür bezahlen müssen", betonte Thorleifsdottir.

Im Zuge der Finanzkrise waren 2008 die drei führenden Banken Islands binnen Tagen zusammengebrochen. Dazu gehörte die Mutter der Direktbank Icesave, bei der auch britische und niederländische Sparer ihr Geld angelegt hatten. Island übernahm zwar die Inlandsgeschäfte der Banken und entschädigte die isländischen Sparer. Ausländische Anleger gingen hingegen zunächst leer aus. Briten und Niederländer wurden in ihren Heimatländern in voller Höhe für ihre Verluste entschädigt.

Island hat 90 Prozent dieser Summe zurückgezahlt und hat erklärt, sie ganz begleichen zu wollen. Die 320.00 Einwohner der Insel haben jedoch zwei Mal in Referenden die Forderung zurückgewiesen, auch für Zinsen aufzukommen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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pendler

11.02.2014, 08:02 Uhr

Island verfügt also über ein System, was auf Volksabstimmungen beruht. Was aber zur Folge hat, dass man als Bürger nicht für die Schweinereien der Bankster aufkommen muss.

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