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25.01.2010

11:34 Uhr

„Icesave“

Island will Vermittler einschalten

Allein kommt das krisengeschüttelte Island nicht mehr klar: Der Staat zieht offenbar die Hilfe ausländischer Regierungen für eine Beilegung des Streits über die milliardenschwere Rückzahlung ausländischer Sparguthaben in Betracht.

Islands Premierministerin Johanna Sigurdardottir. Reuters

Islands Premierministerin Johanna Sigurdardottir.

HB REYKJAVIK. Es seien verschiedene Regierungen wegen der Möglichkeit von Vermittlungsgesprächen angesprochen worden, berichtete der TV-Sender Channel 2 am Sonntag ohne Angabe von Quellen. Es sei am wahrscheinlichsten, dass Norwegen diese Rolle einnehmen werde, um die Probleme mit dem sogenannten Icesave-Gesetz zu beheben. Eine Sprecherin der norwegischen Regierung wies dies zurück. Es habe keine entsprechende Anfrage gegeben. Allerdings gebe es mit Island einen guten Dialog.

Die isländische Bevölkerung soll am 6. März in einem Referendum über die Rückzahlung von mehr als 3,5 Milliarden Euro an Sparer aus Großbritannien und den Niederlanden entscheiden. Umfragen zufolge lehnen die Isländer das Gesetz mehrheitlich ab. Der Präsident des Inselstaates, Olafur Grimsson, hatte zuletzt sein Veto gegen das Gesetz eingelegt und somit ein Referendum nötig gemacht. Eine Zurückweisung könnte Hilfszahlungen des Internationalen Währungsfonds verzögern und den geplanten EU-Beitritt des Landes gefährden.

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