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27.08.2011

16:10 Uhr

Ifop-Umfrage

Franzosen gegen Regierung mit Strauss-Kahn

Trotz Einstellung des Verfahrens wegen Vergewaltigung: Die Mehrheit der Franzosen will den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn nicht als Minister in der künftigen Regierung haben. Das ergab eine Umfrage. 

Dominique Strauss-Kahn: Die Mehrheit der Franzosen will ihn nicht als Regierungsmitglied. Reuters

Dominique Strauss-Kahn: Die Mehrheit der Franzosen will ihn nicht als Regierungsmitglied.

BordeauxEine Mehrheit der Franzosen will den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, nicht in einer künftigen  Regierung sehen. In einer vorab veröffentlichten Umfrage des Ifop-Instituts für die Sonntagszeitung „Sud-Ouest Dimanche“ lehnten es 61 Prozent der  Befragten ab, dass der Sozialist Minister wird, dafür waren 38 Prozent. Noch deutlicher fiel die Ablehnung aus, Strauss-Kahn zum Premierminister zu  machen. Dagegen sprachen sich mit 67 Prozent gut zwei Drittel aus, dafür waren 32 Prozent der Befragten.      

Anders ist die Stimmungslage der Umfrage zufolge hingegen bei den Anhängern der Sozialistischen Partei (PS). Von ihnen wünschen sich mit 53 Prozent  gut die Hälfte Strauss-Kahn als Minister, allerdings wollen ihn nur 42 Prozent als Regierungschef sehen.   

Generell stehen laut Ifop junge Leute unter 35 Jahren einer Rückkehr von DSK, wie die Franzosen Strauss-Kahn nennen, auf die politische Bühne positiver gegenüber als die älteren Befragten. Für die Umfrage waren am Donnerstag und Freitag 955 Menschen ab 18 Jahren befragt worden.      

Am Dienstag hatte ein New Yorker Gericht das Verfahren gegen Strauss-Kahn wegen Vergewaltigung eines Zimmermädchens eingestellt, weil Zweifel an  der Glaubwürdigkeit der Klägerin bestehen. Die Polizei hatte den damaligen IWF-Chef im Mai unmittelbar vor seinem Abflug nach Frankreich im Flugzeug  festgenommen, nachdem das 32-jährige Zimmermädchen ihn beschuldigt hatte, es in seiner Suite in einem New Yorker Hotel unter anderem zum Oralsex  gezwungen zu haben.

Vor dem Skandal war Strauss-Kahn als Favorit für die sozialistische Präsidentschaftskandidatur bei der Wahl im kommenden Jahr  gehandelt worden.    

Von

afp

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