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25.08.2014

20:20 Uhr

Im Kampf gegen IS-Miliz

Bundeswehr will Ausrüstung in Nordirak liefern

Während über Waffenlieferungen diskutiert wird, steht eines schon fest: Eine Lieferung der Bundeswehr mit militärischer Ausrüstung wie Schutzhelmen und Schutzwesten wird womöglich noch diese Woche in den Nordirak gehen.

Schusssichere Westen und Helme der Bundeswehr sollen kurdische Soldaten im Kampf gegen die IS-Terrormiliz besser schützen. dpa

Schusssichere Westen und Helme der Bundeswehr sollen kurdische Soldaten im Kampf gegen die IS-Terrormiliz besser schützen.

BerlinDie Bundeswehr will möglichst schnell eine große Lieferung militärischer Ausrüstung mit Schutzwesten und Schutzhelmen in den Nordirak fliegen. Das berichtete „Spiegel Online“ am Montag und beruft sich dabei auf eine Liste aus dem Wehrressort.

Danach sollen 4000 Helme und die gleiche Anzahl schusssicherer Westen geliefert werden, dazu 200 Funkgeräte sowie 680 Infrarotnachtsichtgeräte. Außerdem sei geplant, 20 Metallsuchgeräte und 3 Minensonden zu schicken, auch 40 Gerätekisten mit Werkzeug sollen mit an Bord sein.

Das Onlineportal schrieb weiter, die ersten Flugzeuge mit der Ausrüstung könnten noch diese Woche starten. Mit dem Material solle vor allem der Schutz der kurdischen Soldaten beim Kampf gegen die Einheiten der IS-Terrormiliz verbessert werden. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage am Montagabend zunächst nicht.

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Die Bundesregierung prüft neben humanitärer und militärischer Ausrüstung auch die kostenlose Lieferung von Handfeuerwaffen und Panzerabwehrraketen an die Kurden im Nordirak. Wann genau eine Entscheidung über die Art der Waffenlieferung fallen soll, blieb am Montag unklar.

Am kommenden Montag will die Kanzlerin in der Sondersitzung eine Regierungserklärung dazu abgeben, der Bundestag wird über die Waffenlieferungen in einer Sondersitzung debattieren. Ein Mitspracherecht hat das Parlament nicht, solange keine Soldaten entsendet werden. Ursprünglich war mit einer Entscheidung über Art und Umfang der Lieferung am Mittwoch gerechnet worden.

Von

dpa

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