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25.07.2017

17:10 Uhr

Im nördlichen Golf

US-Marine gibt Warnschüsse auf iranisches Schiff ab

Im nördliche Golf ist es zu einem Zwischenfall zwischen einem amerikanischen Patrouillenboot und einem iranischen Schiff gekommen. Die „Thunderbolt“ feuerte Warnschüsse ab, nachdem sich das iranische Boot genähert hatte.

Bereits in der Vergangenheit feuerten diverse Kriegsschiffe der US-Marine Warnschüsse auf iranische Schiffe ab. dpa

US-Marine

Bereits in der Vergangenheit feuerten diverse Kriegsschiffe der US-Marine Warnschüsse auf iranische Schiffe ab.

WashingtonEin US-Kriegsschiff hat nach Angaben eines US-Vertreters am Dienstag Warnschüsse auf ein iranisches Schiff im nördlichen Golf abgefeuert. Das Patrouillenboot „Thunderbolt“ habe die Schüsse abgegeben, nachdem sich das iranische Schiff bis auf knapp 140 Meter genähert und dessen Besatzung weder auf Funksprüche noch auf Signale mit dem Schiffshorn reagiert habe. Die „Thunderbolt“ werde von mehreren Schiffen der US-Küstenwache begleitet. Bei dem iranischen Schiff habe es sich vermutlich um eines der Revolutionsgarden gehandelt.

Mit dem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm im letzten Jahr hatten sich die Beziehungen der jahrelang verfeindeten Länder etwas entspannt. Allerdings gibt es weiterhin Spannungen wegen des iranischen Raketenprogramms und der iranischen Unterstützung für die syrische Regierung.

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Am Montag bescheinigte die US-Regierung Iran die Befolgung des Atomabkommens, nur um am Dienstag zu verkünden, neue Sanktionen gegen 18 Personen und Einrichtungen im Land zu verhängen.

Im Golf kommt es immer wieder zu Zwischenfällen zwischen der US-Marine und iranischen Einheiten. Im Januar feuerte ein US-Zerstörer nahe der Meerenge von Hormus drei Warnschüsse auf vier iranische Schnellboote ab, die nach US-Angaben mit hoher Geschwindigkeit auf das Schiff zugefahren waren. Im März näherten sich nach US-Angaben ebenfalls in der Straße von Hormus mehrere Schnellboote der Revolutionsgarden bis auf 550 Meter dem Marineschiff „Invincible“ und zwangen es zur Kursänderung. Nach iranischen Angaben änderte hingegen die „Invincible“ ihren Kurs und fuhr auf Schiffe der Revolutionsgarden zu. Während des Wahlkampfs hatte der damaligen Präsidentschaftskandidat und heutige Staatschef Donald Trump erklärt, jedes Schiff, das die US-Marine störe, werde „aus dem Wasser geschossen“.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr peterchen Mondfahrt

25.07.2017, 18:05 Uhr

Die US-Marine verhält sich wie eine Rotter halbstarker Jugendlicher, die auf Krawall aus sind. Leider ist der Hintergrund erheblich weniger lustig-es geht um die Kontrolle über den Nahen Osten und über 30 Milliarden m3 Erdgasreserven im Iran. Da kann aus einer Bagatelle schnell ein Angriffsgrund konstruiert werden-wann immer es denn den US-Öl-Oligarchen in den Kram passt. Der Krieg gegen den Irak hat gezeigt, dass denen die Wahrheit egal und Menschenleben nichts wert sind. Bedenklich also, was dort passiert.

Herr Peter Spiegel

25.07.2017, 18:34 Uhr

Herr Trump war wohl nicht anwesend, sonst hätte er richtiger Weise die Mulla Dschunke in das Dschahannam geschickt.

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