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22.10.2013

07:46 Uhr

Immer mehr Beschwerden

Missstands-Rekord bei der Bundeswehr

Ein Fünftel mehr Beschwerden als im vorigen Jahr – und das trotz Truppenverkleinerung: Immer mehr Bundeswehrsoldaten beschweren sich über Missstände. Dabei geht es besonders um Probleme mit Abrechnungen.

Soldaten haben Grund zum Klagen. Oft geht es dabei um Rechnungen. dpa

Soldaten haben Grund zum Klagen. Oft geht es dabei um Rechnungen.

BerlinDie Beschwerden von Soldaten über Missstände bei der Bundeswehr haben stark zugenommen. Gemessen an der Zahl der Soldaten würden in diesem Jahr voraussichtlich so viele Beschwerden wie noch nie an den Wehrbeauftragten des Bundestags gehen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. „Wir liegen jetzt ungefähr 20 Prozent über dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres - und das, obwohl die Bundeswehr noch einmal kleiner geworden ist“, sagte der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus der Zeitung. Im ganzen Vorjahr seien es rund 200.000 Soldaten gewesen, nun etwa 185.000 Soldaten.

Ungefähr zehn Prozent der Eingaben beziehen sich laut Königshaus auf eine Problematik mit der Beihilfe-Abrechnung für Angehörige von Soldaten, die auch ehemalige Soldaten betrifft. Seit einiger Zeit blieben sie zunächst auf Rechnungen von Ärzten, Apotheken oder Krankenhäusern sitzen und müssten wesentlich länger als üblich auf Erstattungen des Dienstherren warten. Dies ist nach dem Bericht ein Problem im Zusammenhang mit der Bundeswehrreform. Königshaus berichtete, die Reform habe in der Truppe zu großer Verunsicherung geführt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Bundesweh-R

22.10.2013, 11:17 Uhr

Das kommt davon, wenn man nicht die Bevölkerung befragt, bevor man so massive Umstellungen von Wehrpflichtigen- auf Berufsarmee macht!

Dazu kommt die generelle Auszahlungsverschieberei der staatlichen Stellen. Würde mich nicht wundern, wenn Herr Schäuble noch mit einer Idee daherkäme die Rente immer erst nachträglich zum Jahresende auszuzahlen... für so gescheit halte ich ihn durchaus!

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