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15.10.2012

07:56 Uhr

Importe

Iran will unabhängiger werden

In Zukunft sollen die Bürger der Islamischen Republik auf Luxusgüter verzichten. Autos, Handys und Elektronik müssen häufig importiert werden. Doch das möchte das Regime verhindern und so unabhängiger vom Westen werden.

Nach offiziellen Angaben geben die 75 Millionen Iraner jährlich 10 bis 20 Milliarden Dollar für die Einfuhr von Luxusgütern und Produkten aus. dpa

Nach offiziellen Angaben geben die 75 Millionen Iraner jährlich 10 bis 20 Milliarden Dollar für die Einfuhr von Luxusgütern und Produkten aus.

DubaiDer Iran will seine Abhängigkeit vom Westen durch die Einschränkung von Importen verringern. Um die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft besser abfedern zu können, dürften nur noch Basisgüter zu einem subventionierten Dollarkurs gekauft werden, zitierte die Nachrichtenagentur Isna den Vize-Industrieminister Hamid Safdel am Sonntag. Bei anderen Produkten wie beispielsweise Handys, Koffern, Kleidung oder Autos müssten die Käufer hingegen die Dollar zu einem deutlich schlechteren Kurs auf dem Offenmarkt erwerben. Bereits am Samstag hatte Industrieminister Mehdi Ghasanfari laut der Nachrichtenagentur „Mehr“ die Iraner dazu aufgefordert, den Gebrauch von Luxusgütern einzuschränken und stärker auf nationale Hersteller zurückzugreifen, um der Regierung den Umgang mit den Sanktionen wegen des Atomprogramms zu erleichtern

Isna zufolge geben die 75 Millionen Iraner jährlich 10 bis 20 Milliarden Dollar für die Einfuhr von Luxusgütern und Produkten, die nicht für den Alltag benötigt werden, aus. Vor allem Samsung -Geräte und Peugeot-Autos gelten als beliebt. In diesem Jahr, in dem unter anderem die EU und die USA ihre Sanktionen deutlich verschärft haben, hat die Landeswährung Rial deutlich an Wert verloren. Seither wird auf dem Offenmarkt kaum gehandelt, der Schwarzmarkt scheint hingegen zu blühen.

Während die Islamische Republik ihr Volk auffordert, sich beim Kauf ausländischer Luxuswaren zurückzuhalten, sind möglicherweise Benzin-Einfuhren nötig. Instandhaltungsarbeiten an der zweitgrößten Ölraffinerie drücken die Tagesproduktion an Benzin deutlich, die bisher bereits nicht zur Deckung der Nachfrage genügte. Entweder muss der Staat laut Mehr Abstriche bei der Qualität machen, oder aus dem Ausland importieren.

Von

rtr

Kommentare (3)

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1x1

15.10.2012, 09:16 Uhr

@Harlemjump

wie doof ist das denn? Kenn Sie fremdschämen? Mir geht es gerade so.

Ameliegnom

15.10.2012, 09:33 Uhr

würde Deutschland auch mal gut tun, mehr auf Luxus und Konsum zu verzichten dann wären wir Bürger auch nicht so sehr von Finanzmärkten erpressbar.

Account gelöscht!

15.10.2012, 11:12 Uhr


Falsch!

Konsumverzicht bedeutet Rückgang der Nachfrage und damit Entlassungen, also mehr Arbeitslose.

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