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15.09.2012

15:49 Uhr

In Madrid

Zehntausende Spanier protestieren gegen Spardiktat

Der heiße Herbst hat begonnen: In Madrid demonstrieren erneut Zehntausende gegen die strikte Sparpolitik der Regierung. Sie wollen mitbestimmen, ob Spanien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft.

Spanische Demonstranten in Madrid. Reuters

Spanische Demonstranten in Madrid.

MadridZehntausende Menschen haben am Samstag in Madrid gegen den drastischen Sparkurs der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy demonstriert. Acht Demonstrationszüge mit Teilnehmern aus allen Regionen Spaniens kamen bei dem sogenannten „Marsch auf Madrid“ auf dem Columbus-Platz am Prachtboulevard Paseo de la Castellana zusammen, um ihrem Ärger über die sozialen Einschnitte Luft zu machen.

In der spanischen Hauptstadt demonstrierten Ärzte, Lehrer, Pfleger und Sozialarbeiter auf der Plaza Colon mit Trillerpfeifen und Spruchbändern mit Aufschriften wie „Genug“ oder „Sie treiben das Land in den Ruin“. Eine Lehrerin sagte, das Land sei in die 1950er Jahre zurückgefallen, „als die Spanier in Deutschland nach Arbeit suchen mussten“. Wegen der Kürzungen habe die Hälfte ihrer Schüler den Unterricht ohne Lehrbücher beginnen müssen. Ein Arzt berichtete von Einkommenseinbußen von 30 Prozent.

Die Veranstalter gaben an, dass mehrere hunderttausend Menschen an der Großkundgebung teilgenommen hätten. Die Regierungsvertretung in Madrid sprach dagegen von höchstens 65.000 Demonstranten. Die Kundgebung verlief nach Angaben der Behörden ohne nennenswerte Zwischenfälle. Sondereinheiten der Polizei hinderten eine Gruppe von Protestierern allerdings daran, zum nahegelegen Sitz der regierenden Volkspartei vorzurücken.

Zu der Kundgebung unter dem Motto „Sie wollen unser Land ruinieren. Das müssen wir verhindern!“ hatten rund 150 Organisationen aufgerufen. Sie fordern ein Referendum über die in den vergangenen Monaten beschlossenen Sparmaßnahmen. Der konservativen Regierung werfen sie vor, mit diesen „antisozialen und autoritären“ Maßnahmen alle Wahlversprechen gebrochen zu haben.

Kommentare (3)

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Trojaner

16.09.2012, 08:13 Uhr

Sparprogramm als Steilvorlage für einen spanischen Bürgerkrieg ?
Transferunion als Steilvorlage für einen deutschen Bürgerkrieg ?
Hoffentlich nicht.

Hermosa

16.09.2012, 09:16 Uhr

Die Menschen lassen sich diese Entmündigungen nicht mehr gefallen!

Es wird über den Köpfen der Menschen entschieden! In Spanien verlieren 200 Menschen pro Monat ihr Eigenheim für das sie hart gearbeitet haben.

Auch in Deutschland schleichen sich die Auswirkungen der Krise mehr und mehr ein!

Unser Geld wird schleichend entwertet:

- niedrige Kapiltalzinsen
- Kürzung der Renten
- höheres Renteneintrittsalter = verdeckter Rentenabschlag
- Preissteigerungen
- ect......

Wann gehen wir auf die Straße und wehren uns?

Abwahl

17.09.2012, 09:03 Uhr

hoffentlich bald. denn gerade soll wieder mit nahostkonflikten der unmündige bürger abgelenkt werden vor problemen vor der haustüre.

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