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09.02.2012

13:13 Uhr

In Pakistan

Al-Kaida-Kämpfer durch US-Drohne getötet

Bei einem Drohnenangriff der USA sind mehrere Terroristen getötet worden. Wie eine Nachrichtenagentur berichtet ist auch Badr Mansoor darunter, de facto der Anführer der Al Kaida in Pakistan.

Die Region Nord-Waziristan gilt als Rückzugsort für Terroristen. Reuters

Die Region Nord-Waziristan gilt als Rückzugsort für Terroristen.

IslamabadEin Anführer des Terrornetzwerks Al Kaida in Pakistan ist am Donnerstag nach pakistanischen Geheimdienstangaben beim Angriff einer US-Drohne getötet worden. Der für die Koordinierung von Anschlägen zuständige Badr Mansoor sei am frühen Morgen nahe der afghanischen Grenze getötet worden, sagten Beamte des pakistanischen Geheimdienstes und ein Mitglied des Terrornetzwerks der Nachrichtenagentur AFP. Die Nachrichtenagaentur dpa wollte das nicht bestätigen. Sie zitierte einen Geheimdienstmitarbeiter, nach dem vier radikal-islamische „Kämpfer“ ums Leben gekommen seien.

Der US-Angriff erfolgte demnach in Miranshah im Stammesgebiet von Nord-Waziristan. Die Gegend gilt auch als wichtiger Rückzugsort für mit Al-Kaida verbündete pakistanische Taliban-Mitglieder.

Mansoor soll für Anschläge mit zahlreichen Toten verantwortlich sein und zählte zu den Hauptzielen der US-Streitkräfte. Sein Tod sei ein schwerer Schlag für Al-Kaida in Pakistan, sagte ein ranghoher pakistanischer Beamter, der anonym bleiben wollte. Seit dem Tod von Al-Kaida-Anführer Ilyas Kashmiri sei Mansoor „de facto zum Al-Kaida-Chef Pakistans“ aufgestiegen. Sollte sein Tod offiziell bestätigt werden, wären dies „exzellente Nachrichten für den Kampf gegen den Terrorismus“, sagte ein westlicher Terrorismusexperte in der Region.

Erst am Mittwoch waren bei einem US-Drohnenangriff in Nord-Waziristan neun mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet worden. Mehrere weitere waren verwundet worden. In Nord-Waziristan sind radikal-islamische Gruppen wie die Taliban oder das Hakkani-Netzwerk aktiv, die von dort aus Ziele in Afghanistan angreifen. Auch das Terrornetz Al Kaida operiert in der Gegend.

Die USA bekämpfen Extremisten im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan seit Jahren mit Drohnen. Die US-Regierung hatte Ende vergangenen Monats allerdings erstmals öffentlich bestätigt, dass Amerika in Pakistan Drohnen gegen mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen und andere militante Kräfte einsetzt. Die USA hatten die Einsätze der unbemannten Flugzeuge in der Region vorübergehend eingestellt, nachdem bei einem Angriff amerikanischer Truppen aus Afghanistan heraus 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren. Am 7. Januar nahmen die USA die Drohnen-Einsätze, die für großen Unmut in Pakistan sorgen, aber wieder auf.

Kommentare (1)

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sternschnuppe

09.02.2012, 17:32 Uhr

Bravo!
God Bless America.

Jetzt werden sie mal erfahren, was richtige Arbeit bedeutet, 400 Jungfrauen für jeden…

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