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29.07.2015

12:29 Uhr

In Syrien und im Irak

Türkei fliegt neue Angriffe auf PKK-Stellungen

Die Türkei fliegt weiter Angriffe auf IS-Stellungen und kurdische Milizen. In Syrien überlegen die USA und die Türkei momentan, welche Rebellengruppen sie unterstützen wollen.

Die türkische Armee fliegt seit vergangener Woche Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien und bombardiert PKK-Lager im Nordirak. dpa

Türkische Soldaten nahe der syrischen Grenze

Die türkische Armee fliegt seit vergangener Woche Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien und bombardiert PKK-Lager im Nordirak.

Ankara/WashingtonDie USA und die Türkei sind sich nach Angaben aus amerikanischen Regierungskreisen noch nicht einig, wie die zwischen beiden Ländern verabredete Schutzzone in Nordsyrien aussehen soll. Dabei gehe es sowohl um das Gebiet als auch darum, welche syrischen Rebellengruppen sie unterstützen. „Wir müssen uns mit den Türken hinsetzen und dies klären“, sagte ein hoher US-Vertreter. Es gebe Rebellengruppen in Syrien, mit denen die USA auf keinen Fall zusammenarbeiten würden.

Die USA und die Türkei hatten beschlossen, die Kämpfer der radikalislamischen Miliz Islamischer Staat (IS) aus dem syrischen Grenzgebiet zur Türkei zu vertreiben. US-Kampfflugzeuge dürfen dafür auch türkische Luftwaffenstützpunkte benutzen. Die türkische Regierung hatte zudem eine Flugverbotszone über Syrien angekündigt.

Vor allem EU-Regierungen hatten in den vergangenen Tagen kritisiert, dass die Türkei nicht nur gegen den IS vorgeht, sondern auch Stellungen kurdischer Milizen im Nordirak und der Türkei bombardiert. Kurdengruppen hatten auch von Angriffen auf Stellungen in Syrien berichtet, was die türkische Regierung aber bestritten hat. Die Kurden kämpfen im Irak und Syrien ebenfalls gegen den IS.

Die türkische Luftwaffe hatte in der Nacht zum Mittwoch neue Angriffe auf Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geflogen. Die Kampfjets bombardierten erneut Ziele im Nordirak und im Südosten der Türkei, wie die Regierung in Ankara am Mittwoch mitteilte. Im Nachbarland wurden demnach sechs Militärlager attackiert.

Die Türkei hatte einen doppelten „Krieg gegen den Terrorismus“ ausgerufen, der sich gleichzeitig gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und gegen die verbotene PKK richten soll. Ankara stuft beide Gruppierungen als „Terrororganisationen“ ein.

Die Armee fliegt seit vergangener Woche Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien und bombardiert PKK-Lager im Nordirak. Am Dienstag wurden die Angriffe auf Stellungen der Kurdenrebellen im Südosten der Türkei ausgeweitet. Das türkische Parlament berät am Mittwoch in einer Sondersitzung über die angespannte Sicherheitslage des Landes.

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