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03.01.2005

22:15 Uhr

Indien lehnt internationale Hilfe für einige Regionen ab

Zehnjährige überlebt nach Flutkatastrophe vier Tage im Dschungel

Eine Zehnjährige hat nach der Beben- und Flutkatastrophe in Südasien vier Tage lang allein im Dschungel einer indischen Insel überlebt. Das Mädchen habe sich von Beeren und Kokosnüssen ernährt, berichtete ein indischer Abgeordneter am Montag.

HB PORT BLAIR. „Sie steht immer noch unter Schock. Sie sagt nur wenige Worte und versinkt in Schweigen“, berichtete der Abgeordnete. Das Mädchen heiße Almesh Javed und gehöre einem der Urvölker-Stämme an, die auf den Inseln der Andamanen und Nikobaren leben. Das Mädchen habe am 26. Dezember mit angesehen, wie ihre Eltern und ihre Schwester von den verheerenden Flutwellen fortgerissen wurden. Danach sei sie in den dichten Wald geflohen und kilometerweit gelaufen. Zerschrammt und traumatisiert sei sie Tage später in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Mittlerweile sei sie bei ihren Großeltern, die die Katastrophe auf einer anderen Insel überlebten.

Auf den rund 1 200 Kilometer vor der indischen Küste gegelegenen Inseln werden mindestens 5 000 Opfer der Flut befürchtet. Insgesamt kamen durch die Tsumanis nach dem weltweit schwersten Erdbeben seit 40 Jahren mehr als 140 000 Menschen um.

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