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09.07.2014

13:43 Uhr

Indien

Schlechte Wirtschaftslage belastet den Haushalt

Die neue Regierung in Indien schätzt die Haushaltslage schlechter ein als ihre Vorgänger. Das könnte erhebliche Konsequenzen haben.

Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hatte im Mai die Wahl deutlich gewonnen und versprochen, die Konjunktur anzukurbeln sowie Millionen neuer Jobs zu schaffen. AFP

Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hatte im Mai die Wahl deutlich gewonnen und versprochen, die Konjunktur anzukurbeln sowie Millionen neuer Jobs zu schaffen.

Neu-DelhiIndiens neue Regierung macht Kassensturz und bewertet die Haushaltslage skeptischer als bisher. Die Situation der Wirtschaft sei bedenklich und müsse dringend korrigiert werden, sagte der neue Finanzminister Arun Jaitley am Mittwoch bei der Vorlage eines Wirtschaftsberichts der Regierung. Darin empfehlen die Experten des Finanzministeriums, Subventionen bei Lebensmitteln und Dünger zu senken und die Steuerbasis zu verbreitern, um die Finanzen in Ordnung zu bringen.

Die düstere Einschätzung der wirtschaftlichen Lage dürfte Spekulationen anheizen, dass Jaitley eine höhere Zielmarke für das Staatsdefizit ankündigt, wenn er am Donnerstag seinen ersten Haushalt im Parlament vorstellt. Der Finanzminister kündigte bereits vor Journalisten an, dass die Inflation gedämpft und das Defizit in den nächsten beiden Jahren reduziert werden müssten. Jaitleys Vorgänger hatte ein Haushaltsloch von 4,1 Prozent der Wirtschaftskraft bei den Planungen veranschlagt, bevor die neue Regierung ins Amt kam. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten einen Wert von 4,4 Prozent. Ministerpräsident Narendra Modi hatte im Mai die Wahl deutlich gewonnen und versprochen, die Konjunktur anzukurbeln sowie Millionen neuer Jobs zu schaffen.

Die nach China und Japan drittgrößte Volkswirtschaft Asiens durchlebt derzeit - zumindest für indische Verhältnisse - eine längere Flaute. Denn das Bruttoinlandsprodukt kletterte zuletzt weniger als fünf Prozent pro Jahr. In den Jahren vor und nach der weltweiten Rezession 2009 hatte es noch Wachstumsraten von rund zehn Prozent gegeben. Für das Haushaltsjahr, das im März 2015 endet, sagt die Regierung in ihrem Bericht ein Plus zwischen 5,4 und 5,9 Prozent voraus.

Von

rtr

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