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19.07.2011

14:27 Uhr

Indien

Vielleicht größtes Uranvorkommen der Welt

In Indien wurde das vielleicht größte Uranvorkommen der Welt gefunden. Die Mine in Andhra Pradesh soll ab Ende des Jahres Betrieb aufnehmen.

Indien setzt auf Atomenergie. Neben dem AKW in Jaitapur, südlich von Mumbai, soll ab Ende des Jahres die Mine in Tumalapalli genutzt werden. Quelle: AFP

Indien setzt auf Atomenergie. Neben dem AKW in Jaitapur, südlich von Mumbai, soll ab Ende des Jahres die Mine in Tumalapalli genutzt werden.

Neu DelhiIndien hat das möglicherweise größte Uranvorkommen der Welt. Eine vierjährige Untersuchung des Vorkommens Tumalapalli im südöstlichen Bundesstaat Andhra Pradesh habe bestätigt, dass dort mindestens 49.000 Tonnen Uranerz lagern, sagte der indische Atomenergieminister Srikumar Banerjee indischen Zeitungen. Die tatsächliche Menge könnte demnach aber dreimal so hoch sein. Sollte dies der Fall sein, „dann wäre es die größte Uranmine der Welt“.
Banerjees Sprecher sagte, die Regierung sei „recht hoffnungsvoll“, dass in Tumalapalli tatsächlich 150.000 Tonnen Uranerz lagerten. Es handle sich allerdings um „Uran minderer Qualität“, schränkte er ein. Die Mine soll Ende des Jahres in Betrieb genommen werden.
Uran wird in Atomkraftwerken und in Atomwaffen genutzt. Indien, wo derzeit nur rund drei Prozent des Strombedarfs von Atomkraftwerken erzeugt werden, will diesen Anteil bis 2050 auf 25 Prozent erhöhen. Derzeit sind im Land 20 Reaktoren in Betrieb, sieben weitere im Bau. Indien darf erst seit 2008 offiziell wieder Atomreaktoren und Kernbrennstoff zur zivilen Nutzung aus dem Ausland einführen - damals schloss das Land mit den USA ein entsprechendes Abkommen, obwohl das Land den Atomwaffensperrvertrag bis heute nicht unterzeichnet und bereits Nuklearwaffen zu Testzwecken gezündet hat.
Atomenergieminister Banerjee sagte, die Entdeckung in Tumalapalli erhöhe zwar das Angebot an Uran für den heimischen Markt, reiche aber nicht aus, um den Bedarf der rasant wachsenden Volkswirtschaft zu decken. „Wir werden immer noch auf Importe angewiesen sein.“

Von

afp

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