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17.09.2014

17:07 Uhr

Indienbesuch

Chinas Präsident hat Milliarden-Verträge im Gepäck

Bei einem dreitägigen Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping wollen China und Indien ihre Handelsbeziehungen ausbauen. Im Reisegepäck befinden sich milliardenschwere Verträge.

Blumen als Willkommensgeschenk: Indiens Ministerpräsident Narendra Modi (rechts) begrüßt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Reuters

Blumen als Willkommensgeschenk: Indiens Ministerpräsident Narendra Modi (rechts) begrüßt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

AhmedabadDie beiden asiatischen Wirtschaftsriesen China und Indien wollen ihre Handelsbeziehungen mit milliardenschweren Verträgen ausbauen. Den Rahmen dafür bildet ein dreitägiger Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Indien. Xis erste Station war am Mittwoch Ahmedabat im Unionsstaat Gujarat, wo er den neuen indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi traf.

Ort und Zeit für die Reise nach Indien, zu dem China bislang eher unterkühlte Beziehungen pflegt, waren sorgsam gewählt: Gujarat ist die Heimat Modis, der am Mittwoch seinen 64. Geburtstag feierte. "Als Motoren der asiatischen Wirtschaft müssen wir als Partner zusammenarbeiten und die Speerspitze des Wachstums bilden", forderte Xi in einem Artikel für die indische Zeitung "The Hindu". Er hat auf seiner Reise milliardenschwere Verträge für Investitionen in das indische Schienen- und Straßennetz mit im Gepäck.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Dass die Volksrepublik verstärkt auf das Nachbarland als Investitionsstandort setzt, untermauert ein Vertrag über zwei chinesische Gewerbeparks auf dem Subkontinent. Wie aus chinesischen Delegationskreisen verlautete, soll er ein Volumen von insgesamt 6,8 Milliarden Dollar haben. Der Vertrag gilt als Meilenstein für das beiderseitige Verhältnis, da China den südlichen Nachbarn in Sachen Investitionen bislang eher stiefmütterlich behandelte: Binnen 14 Jahren flossen nur magere 400 Millionen Dollar in das Nachbarland. Die Regierung in Neu-Delhi hofft ihrerseits darauf, dass Firmen der IT-Service-und der Pharmabranche in China Fuß fassen können.

In der indischen Hauptstadt wurden bei einer Geschäftkonferenz Abkommen zwischen indischen und chinesischen Firmen im Gesamtumfang von rund 3,4 Milliarden Dollar unter Dach und Fach gebracht.

Von

rtr

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