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06.01.2004

14:26 Uhr

Indisch-Pakistanischer Versöhnungskurs

Durchbruch für Friedensprozess in Kaschmir

In einer gemeinsamen Erklärung haben der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee und sein pakistanischer Amtskollege Pervez Musharraf angekündigt, Verhandlungen über die Zukunft der umstrittenen Region Kaschmir aufzunehmen. International wurde dies als Durchbruch im Friedesprozess gewertet.

HB ISLAMABAD. Zweieinhalb Jahre nach dem Ende aller Verhandlungen nehmen die verfeindeten Atommächte Indien und Pakistan überraschend den Dialog wieder auf. Der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee und sein pakistanischer Amtskollege Pervez Musharraf gaben in einer am Dienstag nach dem Südasien-Gipfel in Islamabad veröffentlichten gemeinsamen Erklärung bekannt, die Gespräche würden kommenden Monat beginnen. Die Wiederaufnahme des Dialogs wurde als Durchbruch im Friedensprozess gewertet.

Die USA und die Vereinten Nationen begrüßten die Annäherung der Nachbarländer. Die beiden Politiker seien „zuversichtlich, dass die Wiederaufnahme des Dialogs zu einer friedlichen Regelung bei allen bilateralen Themen führen wird“, heißt es in der Erklärung. Ausdrücklich wird das zentrale Konfliktthema genannt, das von beiden Ländern beanspruchte Kaschmir. Mit Blick auf angeblich von Pakistan aus in den indischen Teil Kaschmirs eindringende muslimische Separatisten sicherte Musharraf zu, er werde die Nutzung von pakistanischem Territorium zur Unterstützung von Terrorismus nicht erlauben.

Indien hatte ein Ende des grenzüberschreitenden Terrorismus in Kaschmir zur Bedingung für eine Wiederaufnahme des Dialogs gemacht. Vajpayee und Musharraf hatten sich am Montag erstmals seit August 2001 getroffen. Damals waren sie bei einem indisch-pakistanischen Gipfel im indischen Agra zusammengekommen. Die Verhandlungen scheiterten jedoch.



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