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05.01.2004

12:26 Uhr

Indisch-Pakistanisches Spitzentreffen

Neuer Schub für Friedensprozess in Kaschmir

Immerhin eine Stunde lang haben Pakistans Präsident Pervez Musharraf und Indiens Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee über eine Verbesserung der Beziehungen beraten. Die beiden Länder sind wegen des Streits um Kaschmir seit Jahrzehnten verfeindet. Das Treffen, von dem im Vorfeld kein Durchbruch bei der Lösung des Konflikts erwartet worden war, fand am Rand des Südasiengipfels in Islamabad statt.

HB ISLAMABAD. Erstmals seit zwei Jahren haben Pakistans Präsident Pervez Musharraf und Indiens Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee direkt über eine Entspannung der Beziehungen ihrer wegen des Kaschmir-Konflikts verfeindeten Länder beraten. Das einstündige Gespräch fand am Montag am Rande des Südasien-Gipfels in Islamabad statt, wie Pakistans Informationsminister Sheikh Rashid Ahmed mitteilte. Es habe „detaillierte Diskussionen“ gegeben.

Vor dem Treffen hatte sich Vajpayee für Verhandlungen ausgesprochen, um die Konflikte zu lösen, die sich zwischen beiden Länder seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 ergeben hätten. Vor zwei Jahren waren Pakistan und Indien, die beide Atomwaffen besitzen, wegen des Kaschmir-Konflikts erneut an den Rand eines Krieges geraten. Es sei notwendig, dass „ständig ein Dialog geführt wird, dass wir unsere jeweiligen Schwierigkeiten verstehen und gemeinsam einen Ausweg finden“, sagte Vajpayee. Von dem Gespräch mit Musharraf, das als Höflichkeitstreffen bezeichnet wurde, war kein Durchbruch im Kaschmir-Konflikt erwartet worden. Doch schon das Treffen an sich wurde als Sensation gewertet.

Der pakistanische Informationsminister Scheich Rashid Ahmed hatte zunächst mit der Ankündigung Hoffnungen geweckt, beide Seiten arbeiteten an einer Erklärung. Später stellte er klar, dass er kein gemeinsames Kommunique, sondern separate Erklärungen gemeint habe.

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