Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2017

15:15 Uhr

Indonesien

Mega-City Jakarta wählt neuen Gouverneur

Indonesiens Hauptstadt Jakarta gehört zu Asiens Mega-Cities. Jetzt wird dort ein neuer Gouverneur gewählt – ein Test auch, wie die drittgrößte Demokratie der Welt mit Minderheiten umgeht.

Der amtierende Gouverneur von Jakarta bei einer Wahlveranstaltung. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit ihren etwa zehn Millionen Einwohnern wird am Mittwoch ein neuer Gouverneur gewählt. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Amtsinhaber Purnama. dpa

Jakarta wählt neuen Gouverneur

Der amtierende Gouverneur von Jakarta bei einer Wahlveranstaltung. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit ihren etwa zehn Millionen Einwohnern wird am Mittwoch ein neuer Gouverneur gewählt. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Amtsinhaber Purnama.

JakartaIn der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit ihren etwa zehn Millionen Einwohnern wird an diesem Mittwoch ein neuer Gouverneur gewählt. Als aussichtsreichster Kandidat geht Amtsinhaber Basuki Thahaja Purnama ins Rennen. Der 50-jährige ist ein Christ mit chinesischen Wurzeln. Die Wahl gilt deshalb auch als Stimmungstest, wie Indonesien mit seinen Minderheiten umgeht.

In dem südostasiatischen Vielvölkerstaat ist der Politiker eine große Ausnahme. Indonesien ist das bevölkerungsreichste islamisch geprägte Land der Welt. Von den mehr als 250 Millionen Einwohnern sind fast 90 Prozent Muslime. Bislang haben islamische Parteien jedoch nie Mehrheiten im nationalen Parlament hinter sich bringen können. Das Land ist eine der größten Demokratien der Welt.

Indonesien: Islamisten auf dem Vormarsch

Indonesien

Islamisten auf dem Vormarsch

Vor der Gouverneurswahl in Jakarta fordern Islamisten die Abwahl des christlichen Amtsinhabers. Ihrer Meinung nach dürfen nur Muslime politisch Verantwortung übernehmen. Auch Präsident Jokowi ist im Visier der Radikalen.

Die Wahl ist auch deshalb interessant, weil sich Purnama derzeit wegen angeblich islamfeindlicher Äußerungen vor Gericht verantworten muss. Ihm wird vorgeworfen, im Wahlkampf den Koran beleidigt zu haben. Im November und Dezember gingen insgesamt mehr als 400.000 Muslime aus Protest gegen ihn auf die Straßen. Falls er die Wahl gewinnt und verurteilt wird, müsste er seinen Posten ruhen lassen. Eine Entscheidung in letzter Instanz könnte sich jahrelang hinziehen.

Purnama hat bislang noch keine Wahl selbst gewonnen. Ins Amt kam er 2014, nachdem der bisherige Gouverneur Joko Widodo die Präsidentschaftswahl für sich entschieden hatte. Als Vize-Gouverneur rückte er damals auf. Seine beiden Gegenkandidaten sind Muslime. Vermutet wird, dass es im April zu einer Stichwahl kommt.

Indonesien: Neue Geldscheine verärgern Muslime

Indonesien

Neue Geldscheine verärgern Muslime

Die indonesische Zentralbank hat neue Geldscheine in Umlauf gebracht, die Nationalhelden abbilden. Darunter sind auch unverschleierte Frauen. Das ruft mehrere muslimische Gruppierungen auf den Plan.

Jakarta gilt als eine der asiatischen Mega-Cities mit enormen Problemen. Der Verkehr bricht dort immer wieder völlig zusammen. Im nächsten Jahr soll die Stadt eine U-Bahn bekommen. Große Teile des Stadtgebiets stehen regelmäßig unter Wasser. Die Stadt sinkt nach Angaben von Experten aktuell jedes Jahr zwischen drei und 25 Zentimeter. Grund dafür sind der fallende Grundwasserstand und die vielen neu entstandenen Hochhäuser. Viele Wasserstraßen und Parks sind enorm verschmutzt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×