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24.02.2013

10:48 Uhr

Industriespionage

Hacker greifen deutsche Konzerne an

Chinesische Hacker sollen es auch auf deutsche Firmen abgesehen haben. Nach einem Medienbericht sind große Konzerne betroffen. Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS sei Ziel einer „bemerkenswerten“ Attacke geworden.

Modell eines von EADS entwickelten Passagierflugzeugs mit Elektromotor. Das Unternehmen soll ins Visier von Hackern geraten sein. dapd

Modell eines von EADS entwickelten Passagierflugzeugs mit Elektromotor. Das Unternehmen soll ins Visier von Hackern geraten sein.

Deutsche Unternehmen sind einem Bericht zufolge zuletzt verstärkt Opfer von Hackerangriffen aus China geworden. Vor einigen Monaten habe es eine "bemerkenswerte" Attacke auf den europäischen Rüstungs-, Luftfahrt- und Raumfahrtkonzern EADS gegeben, berichtete der "Spiegel" am Sonntag laut Vorabbericht unter Berufung auf Konzernkreise. Das Unternehmen bestätigte dem Magazin demnach einen "Standardangriff". Dem Bericht zufolge war der Vorgang aber so schwerwiegend, dass EADS die Bundesregierung darüber informierte.

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Ziel eines "massiven" Angriffs "besonderer Qualität" war laut "Spiegel" auch Thyssen-Krupp. Der Stahlkonzern teilte dem Magazin mit, die Attacke sei auf die USA beschränkt gewesen, die Adressen der Täter seien chinesisch gewesen. Unklar sei allerdings, ob und welche Daten die Angreifer kopiert hätten.

Der "Spiegel" berichtete weiter, der Verfassungsschutz habe im vergangenen Jahr fast 1100 Hackerangriffe ausländischer Nachrichtendienste registriert. Ziele waren demnach vor allem das Bundeskanzleramt, das Auswärtige Amt sowie das Bundeswirtschaftsministerium. Besonders stark seien die Angriffe im Vorfeld des G-20-Gipfels auf Mitglieder der deutschen Delegation gewesen. Der "Focus" schrieb am Sonntag von über 1000 digitalen Angriffen aus China.

Zuletzt hatten in den USA zahlreiche große Firmen großangelegte Hackerangriffe vermeldet, die offenbar aus der Volksrepublik begangen wurden. Betroffen waren unter anderem Microsoft, Apple, Facebook, Twitter sowie große Zeitungen. Das US-Sicherheitsunternehmen Mandiant machte in einem Bericht eine Sondereinheit der chinesischen Armee für die Angriffe verantwortlich.

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afp

Kommentare (12)

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KFR

24.02.2013, 11:23 Uhr

Hacker die ihre Heimat-adresse verwenden ? ein Bundesministerium mit email-kapazität von 12 GB ? Flugzeug-Batterien die natürlich für gewisse Kreise aktuell von grossem Interesse sind ?
Für wie blöd halten eigentlich ? Wissen wir doch, geheime Unterlagen und email-verkehr eh längst wunschgemäss in die Clowds de US-server ausgelagert !

Account gelöscht!

24.02.2013, 12:40 Uhr

Zustimmung!
Professionelle Angreifer verschleiern ihre Herkunft.
Im Vorfeld des G20 Gipfels greift das chinesische Militär das Bundeskanzleramt an? Das ich nicht lache.

Wichtiger ist: Wir versäumen es gerade, die IT-Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken.
Orwells Roman ist bereits Wirklichkeit geworden. Datenkraken sammeln alle Informationen über Jeden und Alle schauen teilnahmslos zu.

Wie unsere Landesgrenzen könnten wir auch unsere virtuellen Landesgrenzen im Internet schützen. Es wäre ein Leichtes, die Netzwerkknoten zu Firewalls auszubauen.
Aufgezeichnete oder gespeicherte Benutzerdaten müssen in Deutschland auf von uns kontrollierten Servern liegen und nicht bei Blackberry oder Google.

Hacker, Datenkraken und Kinderpornoringe hätten weit schlechtere Karten, würden wir unserem Staat solche geordneten digitalen Grenzübergänge geben.

Das hat rein garnichts mit Zensur und Demokratieverlust zu tun. Einschrönkung des freien Internet ja, aber an der richtigen Stelle.

Wolfsfreund

24.02.2013, 12:59 Uhr

Daß die Chinesen Ideen, Patente und Daten stehlen wie die Elstern glänzende Gegenstände ist doch bekannt. Ergo gehören hochsensible Daten auf vom Web isolierte Rechner und ggf. auch per Kurier transportiert.

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