Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.10.2012

11:47 Uhr

Innenstaatssekretär

Schröder nennt Asylbewerberzahl vom Balkan „absurd“

Binnen weniger Monate haben sich die Asylersuche aus Balkanstaaten vervielfacht. Damit muss Schluss sein, findet der Staatssekretär des Innenministeriums. Schließlich gebe es Menschen, die die Hilfe wirklich brauchen.

Der Staatssekretär des Innenministeriums, Ole Schröder (CDU). dapd

Der Staatssekretär des Innenministeriums, Ole Schröder (CDU).

LuxemburgAngesichts der hohen Asylbewerberzahlen aus Serbien und Mazedonien hat der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), die EU zum Handeln aufgefordert. „Es ist einfach nicht akzeptabel, dass wir mittlerweile doppelt so viele Asylbewerber aus Serbien haben im Vergleich zu Menschen aus Afghanistan“, sagte Schröder am Donnerstag vor Beratungen der EU-Innenminister in Luxemburg. „Das zeigt schon die absurde Situation, die wir haben und das vor dem Hintergrund, dass Serbien ein Beitrittskandidat für die EU ist.“

Die Zahl der Asylbewerber aus den beiden Balkanländern war zuletzt deutlich gestiegen. Laut Bundesinnenministerium verzeichneten die Behörden im September 1395 Asylbewerber aus Serbien - deutlich mehr als in den Vormonaten: Im August wurden 496, im Juli 324 serbische Asylsuchende registriert. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Asylbewerbern aus Mazedonien: Ihre Zahl stieg von 215 im Juli über 620 im August auf 1040 im September. Serben und Mazedonier haben in Deutschland praktisch keine Chance auf Anerkennung als Asylberechtigte.

Die Bundesregierung fordert daher eine Wiedereinführung der Visumspflicht für Serben und Mazedonier. „Diese Menschen werden in ihren Herkunftsländern nicht verfolgt“, sagte Schröder mit Blick auf Serbien und Mazedonien. Es sei deshalb klar, dass diejenigen, die in Deutschland Asyl wollten und kein Recht auf Asyl hätten, „schnellstmöglich in ihr Heimatland zurückgebracht“ werden müssten. Die meisten der Bewerber aus Serbien und Mazedonien sind EU-Diplomaten zufolge Roma.

Die Bundesregierung fordere, Serbien und Mazedonien als sicheres Herkunftsland zu definieren, sagte Schröder. „Denn wir brauchen die Asylkapazitäten für die Menschen, die wirklich unsere humanitäre Hilfe brauchen.“ Er denke da besonders an Menschen aus Syrien und Afghanistan, die vor den Konflikten in ihren Heimatländern auf der Flucht sind.

Mehr Flüchtlinge: Migrationsamt will Asylverfahren beschleunigen

Mehr Flüchtlinge

Migrationsamt regelt Asylverfahren neu

Innenpolitiker zweifeln hingegen die Visumsfreiheit für Balkan-Flüchtlinge an.

„Wir müssen den Missbrauch auch dadurch bekämpfen, dass wir besser aufklären, dass das Recht auf Asyl nicht dazu da ist, um in Deutschland beispielsweise zu arbeiten und die wirtschaftliche Situation zu verbessern“, sagte der CDU-Politiker. Schröder forderte zudem Strafen für Schleuser, die den Transport von Serben und Mazedoniern nach Deutschland organisieren, damit diese nach ihrer Ankunft einen Asylantrag stellen können.

Von

afp

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Realist

25.10.2012, 12:31 Uhr

"Die vielen Migranten bereichern unser Land". So wörtlich ein ehemaliger Bewerber eines Landratsamtes im Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt-Offenbach-Hanau-Wiesbaden). "Denken Sie mal alleine über die Bereicherung der Gastronmie...."

-Ohne Worte-

Den Poltikern fällt zur Bereicherung Deutschlands durch fremde Kulturen, Griechenlandpleite, Mgrationsverweigerung u.v.m. auch hier nichts mehr kluges ein.

Jeder kann darüber nachdenken wie die Zukunft aussehen wird.
Altersarmut -man weiß es heute schon-. Leere Sozialkassen, geringere Leistungen bei Krankheit, mehr Zuwanderung in die Sozialsysteme. Abwanderung guter Akademiker und Fachkräften (Schweiz ist z.Zt. die Nr. 1 in der Hitliste)und keine Zuwanderung in die Sozialsysteme. Weniger Geburten -insbesondere bei Akademikern- verbessern nicht gerade die Lage in den nächsten 20 - 30 Jahren der Bundesbürger und deren fianzielle Zukunft. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Immer mehr Abgaben verstärken dauerhaft nicht die Glaubwürdigkeit einer schönen Zukunft für viele, hoffentlich nicht zu vielen.
Staatsverschuldungen mit offenen Ausgang verstärken auch keine Glaubwürdigkeit.
Der deutsche Michel bleibt und harrt aus in den Dingen die da kommen. Und an der Wahlurne hat sich noch nie was geändert. Vater Staat stemmt es mit der oder der anderen Partei. Zumindest solange die Steuerquellen sprudeln. wenn nicht werden sie geöffnet, sowie die Städte, Kommunen und Gemeinden. Die sind fast aalle pleite und erhöhen meist die Steuern. Das geht immer. Nur wieweit lässt sich das Rad drehen. es ist eigentlich ganz einfach. Steuern rauf und alles läuft wie geschmiert. So einfach scheint dies zu sein.
Wenn sich die Beamten und Abgeornete da mal nicht täuschen um ihrer Pension alleine schon zum Willen. Na ja, solange die Wirtschaft -nicht die um die Ecke- läuft, kann das gutgehen. Die Schieflagen in der demograpischen Entwicklung und Zuwanderungsströme u.a. könnten Deutschland und deren Einwohner einen Streich spielen.



Realist

25.10.2012, 12:42 Uhr

Karstenberwanger wird im HB editiert. Nicht schlimm. Er sagt nur was viele denken. Leider ist ein Teil richtig. Viele deutsche Bürger haben mit diversen migrierten "brutale" -meine ich wörtlich- schlechte Erfahrungen gesammelt. Viele stehen nicht dazu und haben berechtigte Angst.
Fragt diejenigen die es betrifft. Geschädigte, Opfer, Polizisten vor Ort usw.
Die realität ist anders als uns manchmal lieb ist. Zum, Glück sind nur die wenigsten Menschen begtroffen, wenn sie Opfer werden. Die Hemmschwelle dieser migrierten Menschen ist in der Regel deutlich niedriger als bei uns. Wer es nicht glaubt, hat noch keine Erfahrungen gesammelt. Gut für ihn/sie. ich denke, dass ich weiß wovon ich rede. Ich lebe nicht im Elefenbeinturm in Berlin.
D.h. für mich aber auch, das zum Glück in Deutschland alle in Frieden und Freiheit leben können. Die wenigsten Menschen werden hier schlechte Erfahrungen machen müssen. Und das ist gut so. Die anderen kommen kurz in den Nachrichten und gut ist's.

xxx

25.10.2012, 12:56 Uhr

Na ja, dass dieses gewisse Problem besteht, lese ich seit Monaten.
Mann, Mann...
Worauf wartet man denn noch?
Bei der EU hat man einen Antrag auf Aussetzung der Visafreiheit gestellt, über den in zwei Jahren gnädigerweise entschieden wird?
(...)Das Ziel ist doch erreicht, jetzt könnte man mal eine Pause einlegen
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×