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28.06.2012

13:26 Uhr

Inoffizielle Gespräche

Treffen zwischen Israel und Palästina geplant

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas wird am Wochenende mit dem Vize-Ministerpräsidenten Israels zusammentreffen. Die Chancen, dass die offiziellen Verhandlungen wieder in Gang kommen, sind aber gering.

Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas während eines Treffens der Fatah Partei. dpa

Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas während eines Treffens der Fatah Partei.

RamallahIn die seit fast zwei Jahren blockierten Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinenser-Regierung kommt anscheinend wieder etwas Bewegung. Präsident Mahmud Abbas werde am Sonntag den stellvertretenden israelischen Ministerpräsidenten Schaul Mofas in Ramallah empfangen, sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat am Donnerstag im Rundfunk. Mofas habe um dieses Treffen gebeten. Dessen Sprecher wollte die Ankündigung weder bestätigen noch dementieren. Er sagte lediglich, es gebe ständig Kontakte mit dem Büro von Abbas, um ein solches Treffen vorzubereiten.

Mofas hatte schon vor einigen Tagen seine Absicht bekundet, mit Abbas zusammenzutreffen. Er wolle Möglichkeiten ausloten, die Verhandlungen mit den Palästinensern wieder in Gang zu bringen. Allerdings sind die Erwartungen gering, dass es vor den Präsidentenwahlen in den USA im November zu wesentlichen Fortschritten kommt. Palästinenservertreter Erekat sagte: "Wir wollen die Erwartungen weder anheben noch dämpfen." Es sei kein Verhandlungstreffen. Dafür wären der israelische Ministerpräsident und die offiziellen Verhandlungsteams verantwortlich.

Mofas gehört der zentristischen Kadima-Partei an und trat im Mai in die Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein. Damit entstand eine der größten Koalitionen in der Geschichte Israels, was Netanjahu mehr Handlungsfreiheit bei Gesprächen mit den Palästinensern geben könnte.

2010 waren sie gescheitert, weil Israel den Siedlungsbau in den Palästinensergebieten fortsetzte. Die Palästinenser forderten einen Baustopp als Vorbedingung für die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Israel lehnte jegliche Vorbedingungen ab und erklärte, die Frage der Siedlungen sollte in den Verhandlungen geklärt werden.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

28.06.2012, 14:33 Uhr

Die Palästinenser forderten einen Baustopp als Vorbedingung für die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Israel lehnte jegliche Vorbedingungen ab und erklärte, die Frage der Siedlungen sollte in den Verhandlungen geklärt werden.
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Wer Vorbedingungen stellt will nicht verhandeln !
Ebenso könnten die Israelis auch die Vorbedingung stellen , alle bewaffneten Gruppen (Hamas,Hisbollah ..... ) zu entwaffnen um Sicherheitsgarantie aus Gaza zb. zu bekommen .
Das eine ist so absurd wie das andere !!!

Account gelöscht!

28.06.2012, 14:39 Uhr

Mahmud Abbas ist von der Hamas (Muslimbrüder )als Palästinenser-Präsident eingesetzt worden .
Dem zu folge hat er auch die belange (Gründungscharta vom 18. August 1988 ) zu vertreten .
Und darin heißt es :

Verhandlungen und Konferenzen lehnt die Charta als für die Anliegen Palästinenser untaugliche „Zeitverschwendung“ und „vergebliche Bemühungen“ ab. Sie seien „nichts anderes als ein Mittel, um Ungläubige als Schlichter in den islamischen Ländern zu bestimmen“. Doch für Palästina gebe es keine andere Lösung als den Dschihad; dabei sei „die Vernachlässigung irgendeines Teils von Palästina gleichbedeutend mit Vernachlässigung des islamischen Glaubens“. „Sogenannte Friedenslösungen und internationale Konferenzen“ stünden „im Widerspruch zu den Prinzipien der islamischen Widerstandsbewegung“

Nero

28.06.2012, 14:56 Uhr

@Energieelite:
Was Sie hier schreiben ist Pro-Israelische Propaganda mit dem faden Beigeschmack von Polemik!
Schließlich ist es Israel, welches schon seit Jahrzehnten palästinensisches Gebiet okkupiert!!!

Schämen Sie sich!

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