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27.01.2007

19:26 Uhr

Installation von 3 000 Zentrifugen

Iran arbeitet weiter am Atomprogramm

Trotz aller Proteste setzt der Iran seine Arbeiten am umstrittenen Atomprogramm fort. Die Atomtechniker des Landes installieren nach Angaben eines hohen Repräsentanten des Parlaments gerade 3 000 Zentrifugen.

Blick auf die Schwerwasser-Anlage im iranischen Arak (Bild vom 26.8.2006). Foto: dpa dpa

Blick auf die Schwerwasser-Anlage im iranischen Arak (Bild vom 26.8.2006). Foto: dpa

HB TEHERAN. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte den Vorsitzenden des iranischen Parlamentsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Nationale Sicherheit, Aleaddin Boroudscherdi. Weitere Details dazu wurden zunächst nicht bekannt. Mit den Zentrifugen kann sowohl niedrig als auch hoch angereichertes Uran gewonnen werden. Letzteres wird für den Bau von Atomwaffen benötigt.

Der Westen befürchtet, dass der Iran genau das plant und hat das Land mit UN-Sanktionen belegt, um es zur Aufgabe seiner Urananreicherung zu bewegen. Die Führung in Teheran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben, und hat den Beschluss der Vereinten Nationen (UN) als illegal bezeichnet. Die Entwicklung hatte sich zuletzt bereits angedeutet. Diplomaten hatten Mitte Januar gesagt, nach ihrer Einschätzung sei der Iran bereit, 3 000 Zentrifugen in seiner Nuklearanlage in Natans zu installieren. Die Diplomaten beriefen sich dabei auf Untersuchungsergebnisse von UN-Inspektoren.

Für die Installation der Zentrifugen sei alles vorbereitet und die entsprechende Ausrüstung vorhanden. Das Land warte nun offenbar auf ein geeignetes Datum, um den Schritt öffentlichkeitswirksam zu vollziehen, hatten die Diplomaten gesagt. Denkbar sei der Zeitraum Anfang Februar, wenn der Iran den Jahrestag der Islamischen Revolution feiert. Irans Urananreicherung befindet sich bislang in der Erprobung. Zuletzt hatte das Land im November erklärt, in einer Pilot-Anlage liefen derzeit knapp 350 Zentrifugen.

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