Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.11.2012

07:04 Uhr

Internationale Atomenergiebehörde

Hacker greifen IAEA an

Datenklau bei der Internationale Atomenergiebehörde: Hacker veröffentlichen die Kontaktdaten von mehr als 100 Experten der IAEA. Sie fordern eine Untersuchung des Atomwaffenprogramms Israels.

Yukiya Amano, der Geeraldirektor der Internationale Atomenergiebehörde. Reuters

Yukiya Amano, der Geeraldirektor der Internationale Atomenergiebehörde.

WienDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat einen Hackerangriff auf einen ihrer Server eingeräumt. Die Kontaktdaten von mehr als 100 Experten, die für die IAEA arbeiteten, seien vor zwei Tagen im Internet verbreitet worden, teilte die Organisation am Dienstag mit. Eine Gruppe mit dem persischen Namen "Parastoo" bekannte sich zu dem Datenklau. Die Hacker äußerten Kritik am israelischen "Nukleararsenal" und riefen die betroffenen Experten zur Unterzeichnung einer Petition auf, in der eine Untersuchung des Atomwaffenprogramms Israels gefordert wird.

Die IAEA bemühte sich um Schadensbegrenzung. Man bedauere den Vorfall zutiefst, teilte Sprecherin Gill Tudor in einer E-Mail mit. Der betroffene Server sei vor einiger Zeit ausgeschaltet worden. Bereits vor dem Hackerangriff hätten IAEA-Experten daran gearbeitet, mögliche Risiken zu beseitigen. Die Organisation unternehme alles Mögliche, um derartige Angriffe künftig zu verhindern, erklärte Tudor.

Von

dapd

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

RumpelstilzchenA

28.11.2012, 07:52 Uhr

Sie fordern eine Untersuchung des Atomwaffenprogramms Israels.
Jetzt schweigen die westlichen Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Hagbard_Celine

28.11.2012, 08:03 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.


Account gelöscht!

28.11.2012, 08:16 Uhr

Wikipedia weis :
Das Gelände befindet sich rund 12 Kilometer südöstlich von Dimona. Es wurde ab 1958 mit französischer Hilfe erbaut. Die israelische und französische Regierung begründeten den Bau des Kernreaktors mit der Absicht, eine Entsalzungsanlage mit Energie zu versorgen, um die Negev-Wüste zu begrünen sowie der Versorgung von einer Textilfabrik und anderen Projekten. Die meisten Experten aber kamen zu dem Schluss, dass der wirkliche Zweck die Produktion von Atomwaffen ist. Die israelische Regierung hat dies bislang weder bestätigt noch dementiert, was als Teil ihrer Politik der Mehrdeutigkeit aufgefasst wird.
Der Reaktor in Dimona wurde etwa zwischen 1962 und 1964 in Betrieb genommen. Mit dem hier produzierten Plutonium und vermutlich mit angereichertem Uran aus unbekannter Quelle (Operation Plumbat), hatten die israelischen Streitkräfte wahrscheinlich bereits vor dem Sechstagekrieg erste Atomwaffen einsatzbereit. Die israelische Regierung hat immer den friedlichen Zweck der Anlage betont. Dennoch haben die USA den Ort mehrfach mit U-2 Aufklärern überflogen und Luftproben gesammelt, um sie nach radioaktiven Spuren zu untersuchen.
Als der amerikanische Geheimdienst Anfang der 1960er Jahre die wahre Aufgabe der Anlage erkannte, verlangte man, dass Israel internationale Inspektionen zulassen müsse. Israel erklärte sich damit einverstanden, wenn hierfür keine Inspektoren der IAEO, sondern ausschließlich US-Inspektoren eingesetzt würden; zudem sollten alle Inspektionen zuvor angemeldet werden. Es wird berichtet, dass vor Inspektionen falsche Wände und anderes installiert wurde, um sensible Bereiche zu verbergen. Die Inspektoren informierten die US-Regierung, dass die von Israel auferlegten Restriktionen in der Anlage ihre Inspektionen sinnlos machten. 1969 wurden die Inspektionen eingestellt.
1986 eröffnete ein ehemaliger Techniker aus Dimona, Mordechai Vanunu, der Presse Beweise für das israelische Atomprogramm. Daraufhin wurde er von israelischen Agenten entfüh

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×