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05.10.2017

14:47 Uhr

Internationale Energieagentur

IEA fordert mehr Energieeffizienz von Staaten

Trotz Fortschritten bei der effizienten Energienutzung warnt die Internationale Energieagentur (IEA) vor nachlassenden Bemühungen der Staaten. Der Vorwurf: Die Regierungen kämen nicht so voran, wie es möglich wäre.

Auch durch die natürlichen Energiequellen sollen die Treibhausgase verringert werden. dpa

Solarenergie

Auch durch die natürlichen Energiequellen sollen die Treibhausgase verringert werden.

BerlinDie Internationale Energieagentur (IEA) warnt trotz anhaltender Fortschritte bei der effizienten Nutzung von Energie vor nachlassenden Bemühungen. Zwar setzte sich auch im vergangenen Jahr der Trend fort, dass die weltweite Wirtschaftsleistung mit immer weniger Energieeinsatz erzielt wurde, wie aus dem Energie-Effizienzbericht der IEA hervorgeht.

Die Regierungen kämen aber nicht so voran, wie es möglich wäre. Im vergangenen Jahr nahm die globale Energieintensität, die für die Erstellung einer Einheit des Bruttoinlandsprodukts erforderlich ist, um 1,8 Prozent ab. Allerdings war das etwas weniger als der Durchschnittswert der Vorjahre seit 2010.

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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries erklärte, wegen der weltweiten Erhöhung bei der Energieeffizienz seien die energiebedingten Treibhausgas-Emissionen zuletzt nicht mehr angestiegen. „Am saubersten ist die Energie, die gar nicht verbraucht wird“, sagte sie. Deshalb müsse der eingeschlagene Weg weiter verfolgt und der Energieverbrauch damit weiter reduziert werden.

Das komme am Ende auch den privaten Haushalten zugute. Zypries sprach unter Berufung auf die IEA von möglichen Einsparungen in Deutschland bei den Energiekosten von im Durchschnitt fast 500 Euro pro Kopf im Jahr.

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Die Agentur bemängelte aber, dass die Regierungen nicht genug voranstrebten. Die Bemühungen hätten deutlich nachgelassen. Es gebe das Risiko eines Rückschlags. „Die Argumente für eine härtere Gangart für mehr Energieeffizienz sind niemals offensichtlicher gewesen.“ Die IEA verwies zudem darauf, dass es für über 68 Prozent des Welt-Energieverbrauchs noch keine Standards und Vorschriften zur Steigerung der Effizienz gebe.

Den größten Einfluss auf die Energieeffizienz weltweit hat der Studie zufolge weiterhin China, wo große Fortschritte erzielt worden seien. Durch den effizienteren Energieeinsatz im Jahr 2016 sei gegenüber dem Vorjahr eine Vorteil von 2,2 Billionen Dollar – etwa das Doppelte der Größe der australischen Wirtschaft – eingestrichen worden.

Von

rtr

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