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18.06.2012

22:04 Uhr

Internationaler Banknverband

IIF warnt vor Pauschal-Regulierung von Schattenbanken

Der Internationale Bankenverband IIF hat vor pauschalen Regeln bei der geplanten Regulierung sogenannter Schattenbanken gewarnt. Stattdessen schlägt die Organisation eine sinnvolle Prüfung des Einzelfalles vor.

Die Skyline des Frankfurter Bankenviertels. dpa

Die Skyline des Frankfurter Bankenviertels.

LondonAndernfalls könne das Finanzsystem schaden nehmen und die wirtschaftliche Erholung einen Rückschlag erleiden, hieß es in einem IIF-Bericht, der am Montag zeitgleich mit Beginn des G20-Gipfels in Mexiko veröffentlicht wurde. Es sei gefährlich, eine klare Linie zwischen den Schattenbanken - also dem unregulierten Finanzbereich - und dem normalen Bankgeschäft ziehen zu wollen, weil dies zu Überregulierung führen könne. Sinnvoller sei eine Prüfung des Einzelfalles. Der Lobbyverband IIF vertritt mehr als 450 Finanzinstitute weltweit.

Die EU hatte jüngst ein Konzept vorgestellt, wonach kein Teil des Finanzsektors mehr unkontrolliert bleiben soll. Schattenbanken sind indes kaum reguliert, können aber erhebliche Risiken für das Finanzsystem bedeuten. Dazu zählt die EU-Kommission Hedge-, Geldmarkt- und börsennotierte Indexfonds (ETF) oder Versicherer, die selbst Kredite an Banken vergeben. Sie liefern erheblichen Schmierstoff, um den Geldfluss aufrecht zu halten, können das Finanzsystem aber auch leicht ins Wanken bringen, wenn die in ihnen liegenden Risiken auf normale Banken überschwappen.

Bei Schattenbanken handelt es sich um Finanzmarktakteure, die wie Banken handelten, ohne selbst eine Banklizenz zu haben. Auf diese entfallen laut EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier rund ein Drittel der Geschäfte an den Finanzmärkten. Schattenbanken seien auch nützlich, etwa bei Finanzierungsgeschäften. Es gehe daher nicht um Verbote, sondern um mehr Transparenz. Ziel sei, alle Finanzakteure, -produkte und Märkte einer effektiven Aufsicht zu unterwerfen. Das sei ein globales Thema, über das auch die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sprechen müsse.

Von

rtr

Kommentare (4)

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knop

18.06.2012, 23:07 Uhr

Natürlich fordern die Banken sowas. Die wollen natürlich ihre Zockerei weitermachen. Warum nimmt die noch jemand ernst und berichtet über deren Meinung?

Wutbuerger

18.06.2012, 23:41 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

Wutbuerger

18.06.2012, 23:43 Uhr

Vielleicht, weil das HB-Kollektiv noch jede Menge Derivate im Depot hat?

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