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31.10.2013

16:53 Uhr

Internationales Strafgericht

Kenyatta-Prozess auf Februar verschoben

Kenias Präsident Uhuru Kenyattas wegen Verbrechen gegen Menschlichkeit hat der Internationale Strafgerichtshof nun auf Anfang 2014 verschoben. Es geht um Kenyattas Rolle bei gewaltsamen Ausschreitungen 2007.

Kenias Präsident Uhuru Kenyatta. A ngeklagt ist auch sein Stellvertreter William Ruto dpa

Kenias Präsident Uhuru Kenyatta. Angeklagt ist auch sein Stellvertreter William Ruto

Den HaagDer Internationale Strafgerichtshof hat den Beginn des Prozesses gegen Kenias Präsident Uhuru Kenyatta auf kommendes Jahr verschoben. Das Verfahren gegen den Staatschef wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit werde erst am 5. Februar 2014 beginnen, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Bisher war die ohnehin schon mehrfach verzögerte Eröffnungssitzung für den 12. November geplant.

Kenyatta muss sich in Den Haag wegen seiner Rolle bei den gewaltsamen Ausschreitungen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2007 verantworten. Mitangeklagt ist sein Stellvertreter William Ruto. Die beiden Politiker waren damals als Rivalen zu der Wahl angetreten. Nach dem Vorwurf der Fälschung brachen ethnische Unruhen aus, bei denen mehr als 1100 Menschen getötet und hunderttausende weitere in die Flucht getrieben wurden. Ruto wird seit dem 10. September der Prozess gemacht, ebenso dem Radiomoderator Joshua Arap Sang.

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Die Verteidiger Kenyattas hatten eine Verschiebung beantragt. Sie verwiesen dabei auf die "nationale und internationale Krise" nach dem blutigen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi im vergangenen Monat. Die Ankläger in Den Haag hatten gegen die Verschiebung keine Einwände.

Von

afp

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