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12.08.2012

12:23 Uhr

Internet-Zensur

Peking lässt Mordprozess aus dem Netz löschen

Der seit Jahren spektakulärste Mordprozess in China deutet in eine Richtung, die der Regierung nicht recht sein kann: Es geht um Vertuschung durch Beamte. Deshalb lässt Peking das Internet von Spuren säubern.

Die Angeklagte Gu Kailai am Donnerstag. dapd

Die Angeklagte Gu Kailai am Donnerstag.

PekingNach dem Aufsehen erregenden Mordprozess gegen die frühere chinesische Staranwältin Gu Kailai haben die Behörden in China eine Internet-Zensur verhängt. Weder Gus Name noch der ihres in Ungnade gefallenen Mannes, des ehemaligen hochrangigen Politikers Bo Xilai, waren am Wochenende über Suchmaschinen zu finden. Gu hatte in dem Prozess nach Angaben der chinesischen Staatsmedien den Mord an dem Briten Neil Heywood gestanden.

Nach einem Bericht der Staatsagentur Xinhua gestand die einstige Staranwältin Gu am Donnerstag vor Gericht im ostchinesischen Hefei die Ermordung Heywoods im November 2011 in einem Luxushotel in der zentralchinesischen Stadt Chongqing. Dort wurde ihr Mann Mitte März 2012 als Chef der Kommunistischen Partei entmachtet.

Zur Tatzeit litt Gu nach eigenen Angaben unter einem Nervenzusammenbruch aus Angst um ihren Sohn Bo Guagua, den sie durch Heywood bedroht sah. Die Urteile gegen Gu und ihren früheren Hausangestellten Zhang Xiaojun, der laut Xinhua seine Komplizenschaft bei dem Mord gestand, stehen noch aus. Der Anwalt des Komplizen, Li Xiaolin, sagte AFP, das Urteil könne in den kommenden Wochen ergehen. "Aber das Gericht wird uns den Zeitpunkt nicht sagen", sagte Li.

China: Zwischen Giftmord und Machtkampf an der KP-Spitze

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Der Prozess gegen die prominente Gu Kailai ist nach wenigen Stunden beendet worden.

Vier ranghohe Polizisten, die am Freitag vor Gericht standen, hatten nach Angaben eines Justizbeamten zugegeben, den Mord vertuscht zu haben, indem sie in ihren Ermittlungsunterlagen übermäßigen Alkoholkonsum als Ursache für Heywoods Tod angaben und dessen Leiche rasch einäschern ließen. Experten gehen davon aus, dass Gu wegen Mordes verurteilt wird, ihr aber die Todesstrafe erspart bleibt.

Kommentare (3)

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mon_y.burns@dynip.name

12.08.2012, 13:48 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

mon_y.burns@dynip.name

12.08.2012, 17:42 Uhr

Hier sind die interessanteren Sachen (man hat beispielsweise die entlastenden Sachen datiert mit dem 27.07. nicht - siehe Vermerk - am 29.07.2012) gefaxt.

http://dynip.name/hungerst.rei.k/20120806-piraten-hungerstreik.jpg

weiteres unter

http://dynip.name/hungerst.rei.k/

mon_y.burns@dynip.name

12.08.2012, 17:51 Uhr

http://www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette/NS-Psychiatrie-deutsch.pdf
http://dynip.name/hungerst.rei.k/20120806-piraten-hungerstreik.jpg

http://dynip.name/hungerst.rei.k/

Die NAZIs waren schon immer so drauf und wie anhand der Links ersichtlich ist hat sich das mit dem Missbrauch der Psychiatrie nicht geändert um Regimekritiker mundtot zu machen.

Das EUOpäische PARLament ist drann! Wegen der Sache mit Israel ebenso die NATO! Korrupte Bullen!

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