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28.07.2017

12:24 Uhr

Internetpolizei-Chef

Twitter bleibt im Iran verboten

Geht es nach der iranischen Regierung, wäre Twitter längst verfügbar. Die iranische Internetpolizie FATA will das Verbot aber nicht aufheben. „Twitter bleibt gefiltert“, sagt FATA-Chef Kamal Hadianfar.

Das Verbot gegen die im Iran beliebten sozialen Netzwerke Twitter und Facebook gilt auch für die Teheraner Regierung als eine der sinnlosesten Vorschriften. dpa

Twitter-Zensur

Das Verbot gegen die im Iran beliebten sozialen Netzwerke Twitter und Facebook gilt auch für die Teheraner Regierung als eine der sinnlosesten Vorschriften.

TeheranDie iranische Internetpolizei FATA will trotz mehrfacher Aufforderung durch die Regierung das Verbot von Twitter nicht aufheben. „Twitter bleibt gefiltert“, sagte FATA-Chef Kamal Hadianfar am Freitag der Nachrichtenagentur ISNA. Laut Hadianfar nutzen mehr als 750.000 Mitglieder des Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS) Twitter als Kommunikationsmittel. Besonders nach den IS-Anschlägen in Teheran im Juni sei Twitter ein Risiko für die nationale Sicherheit.

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Das Verbot gegen die im Iran beliebten sozialen Netzwerke Twitter und Facebook gilt auch für die Teheraner Regierung als eine der sinnlosesten Vorschriften. Über 45 Millionen Iraner im Land sollen die beiden Netzwerke über Datentunnel täglich benützen. Seit Jahren haben auch Präsident Hassan Ruhani, fast alle seiner Minister, andere hochrangige Politiker und vor allem auch die staatlichen Medien eigentlich verbotene Twitter- und Facebook-Konten. Die Behörden ernten nicht nur Kritik, sondern auch viel Sarkasmus: So wird gefragt, wie und wann die FATA über 40 Millionen Iraner, die Tag für Tag gegen ihre Vorschriften verstoßen, denn verhaften wolle.

Von

dpa

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